Corona-Pandemie

Krankenhaus GmbH zu COVID-19: »Erste positive Tendenzen«

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13 von 31 Patienten, die in Schongau und Weilheim wegen einer Corona-Infektion behandelt werden mussten, gelten wieder als geheilt.

Landkreis - Fast die Hälfte aller Patienten, die in den Krankenhäusern Weilheim und Schongau wegen COVID-19 behandelt wurden, sind mittlerweile wieder genesen.

„In unseren Krankenhäusern Weilheim und Schongau versorgen wir aktuell 19 Patienten, davon 13 Patienten mit einer COVID-19-Infektion sowie sechs Verdachtsfälle“, heißt es von Seiten der Krankenhaus GmbH. Zwei der insgesamt sechs Patienten, die einer intensivmedizinischen Versorgung bedürfen, werden beatmet.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus und die Lungenerkrankung Covid-19 haben die Krankenhäuser Weilheim-Schongau vor rund vier Wochen ein umfassendes Krisenmanagement gestartet, um sich für den Ernstfall zu wappnen. Seither wurden weitreichende Maßnahmen zum Infektionsschutz umgesetzt, die erste Wirkung zeigen und Hinweise geben, die Mut machen: Von 31 Patienten mit einer COVID-19-Infektion, die auf den Intensiv- und Isolierstationen behandelt wurden, gelten inzwischen 13 Patienten als gesundet. Diese 13 Patienten sind mittlerweile aus den Krankenhäusern entlassen und wieder zuhause.

In diesem Zeitraum haben die Verantwortlichen an jedem Standort rund 3 600 Tests zur Abklärung einer möglichen COVID-19-Infektion durchgeführt. In Summe sind dies circa 7 200 Abstriche.

Zum Vergleich: Deutschlandweit sind nach aktuellen Zahlen der Johns Hopkins University bereits 24 Prozent der COVID-19-Infizierten wieder gesundet. Weltweit sind mehr als die Hälfte aller Patienten wieder genesen.

Ausweitung der Tests

Das Krankenhaus Schongau weitet ab sofort seine COVID-19-Tests auf alle Patienten aus. Dies wurde durch den hausinternen Krisenstab jetzt beschlossen. „Dieser Schritt ist notwendig, da in Schongau ein hoher Anteil von sogenannten Hochrisikopatienten behandelt wird.“ Hierzu zählen vor allem hochbetagte Patienten oder Patienten mit Vorerkrankungen, wie Diabetes oder einer Herz-Kreislauferkrankung. Die Schritte im Detail:

• Im Krankenhaus Schongau werden alle Patienten in stationärer Behandlung vorsorglich abgestrichen.

• Patienten im Bereich der Geriatrischen Rehabilitation und der Akutgeriatrie erhalten zwei bis drei Tage vor der geplanten Entlassung einen Abstrich.

• Patienten aus externen Einrichtungen (z.B. Pflegeheimen) erhalten grundsätzlich bei Aufnahme und vor Entlassung jeweils einen Abstrich. Sollte bis zur Entlassung noch kein Testergebnis vorliegen, muss in der entsprechenden externen Einrichtung eine Vorsorgeisolation sichergestellt werden, bis das Testergebnis vorliegt.

• Grundsätzlich gilt weiterhin, dass der diensthabende oder der behandelnde Arzt die bereits entlassenen Patienten entsprechend über das Testergebnis informiert.

• Darüber hinaus werden weiterhin alle Patienten mit entsprechenden Kriterien für einen Abstrich (Symptomen) abgestrichen.

Hilfsangebote externer Krankenhäuser

In der Dynamik der aktuellen Corona-Krise stoßen Krankenhäuser immer wieder an ihre Kapazitätsgrenzen beziehungsweise besteht die Gefahr, dass durch einen Ausbruch die Schließung des Klinikbetriebs notwendig wird. Für diese Fälle haben die Pandemiebeauftragten der Krankenhäuser Weilheim-Schongau, Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Michael Platz, dem ärztlichen Leiter FÜGK (Führungsgruppe Katastrophenschutz) die Bereitschaft übermittelt, an COVID-19 erkrankte Patienten aus externen Krankenhäuser aufzunehmen.

Zudem hat die aktuelle Pandemie auch Auswirkungen auf den Rehabetrieb. Die Klinik Höhenried, Rehaklinik für die Schwerpunkte Kardiologie, Orthopädie und Psychosomatik, wird ab sofort durch die Kliniken in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg belegt. In diesen Landkreisen werden dringend Reha-Kapazitäten benötigt, da diese aktuell fehlen. Eine Belegung durch den Landkreis Weilheim-Schongau ist damit derzeit nicht möglich. Hier stehen jedoch, laut Dr. Martin Dotzer, bereits ausreichend Reha-Kapazitäten zur Verfügung, wodurch die Versorgung gewährleistet ist.

Zu guter Letzt hat die Krankenhaus GmbH noch eine Bitte an die BürgerInnen: „Gerne möchten wir noch einmal drauf hinweisen, dass der Zugang zum Krankenhaus für unsere Patienten landesweit einheitlich nur noch über den Haupteingang gestattet ist. Damit soll die Wirksamkeit der eingeleiteten Schutzmaßnahmen sichergestellt werden.“

Von Kreisbote

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