Teilweise Besucherstopp

Krankenhaus GmbH: Sofortmaßnahmen sollen steigende Infektionszahlen abbremsen

Arzt
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Im Krankenhaus in Schongau gibt es einen Besucherstopp.

Weilheim/Schongau ‒ Die Zahl der Neuinfizierten steigt rasant. Deshalb haben die Krankenhäuser Weilheim-Schongau eine Reihe von Sofortmaßnahmen ergriffen, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen und die Infektionsketten zu durchbrechen.

  • Besucherstopp im Krankenhaus Schongau
  • Eingeschränkte Besuche im Krankenhaus Weilheim
  • Geburtsbegleitung durch Väter sowie Angehörigenbesuche bei schwererkrankten Patienten weiterhin möglich

Aktuell werden 14 Patienten im Alter von 65 bis 94 Jahren mit einer SARS-CoV-2-Infektion behandelt, davon 10 Patienten im Krankenhaus Schongau. Ein Patient ist auf der Intensivstation. Auch fünf Klinikmitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Es gibt eine Reihe von Einschränkungen.

Veränderte Besuchsregelungen

Für das Krankenhaus Schongau gilt ab sofort ein Besucherstopp, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen. Davon ausgenommen ist die Geburtsbegleitung durch den Vater im Kreissaal sowie danach auf der Wochenstation. Ein Besuch von Angehörigen, wie Großeltern oder Geschwistern ist derzeit auf der Wochenstation leider nicht möglich. Vom Besucherstopp ausgenommen sind in beiden Häusern, wie schon bisher, Angehörigenbesuche bei schwer erkrankten oder im Sterben liegenden Patienten.

Im Krankenhaus Weilheim sind hingegen derzeit noch Besuche im eingeschränkten Rahmen möglich. Vorgesehen ist maximal eine Kontaktperson pro Patient und im Patientenzimmer in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.

Für die Patienten der Geriatrischen Rehabilitation im Krankenhaus Schongau wurde zudem ein weiter erhöhtes Schutz- und Hygienekonzept in Kraft gesetzt. Aus Sicherheitsgründen werden hier zunächst keine weiteren Patienten aufgenommen. Das hohe Schutzkonzept der Akutgeriatrie wird unverändert fortgesetzt.

OP-Betrieb möglichst offenhalten

Als weitere Gegenmaßnahmen werden umfangreiche Testungen für ein frühzeitiges Erkennen, Quarantäne-Maßnahmen sowie ein striktes Hygienekonzept umgesetzt. Die Erfahrungen des Frühjahres 2020 lehren, die OP-Möglichkeiten möglichst in vollem Umfang offen zu halten, um das Risiko von schwerwiegenden oder gar lebensbedrohlichen Folge-Erkrankungen für Patienten zu minimieren. Um dies unter den Bedingungen steigender Fallzahlen stabil bewältigen zu können, sollen die operativen Eingriffe (ambulant, stationär) möglichst auf das Krankenhaus Weilheim konzentriert und die Behandlung an Covid-19 erkrankter Patienten fokussiert im Krankenhaus Schongau erfolgen. Diese Entscheidung erfolgt jedoch immer individuell und in enger Abstimmung mit den Angehörigen sowie den betreuenden Hausärzten. Grundsätzlich werden auch weiterhin an beiden Krankenhäusern an Covid-19 erkrankte Patienten versorgt.

Lageeinschätzung: Tendenz steigend bei stabiler Versorgungssituation

Nach der Einschätzung der ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Michael Platz ist in der kommenden Woche mit weiter steigenden Fallzahlen bei einer stabilen Versorgungssituation zu rechnen. Für die Bürger im Landkreis Weilheim-Schongau stehen ausreichend Betten- und Beatmungskapazitäten zur Verfügung, ebenso sind die benötigten Schutzausrüstungen ausreichend vorhanden. Auch wenn die Situation ernst ist, sehen beide Mediziner gute Chancen, durch konsequentes und rasches Handeln das Infektionsgeschehen wieder zu verlangsamen.

Von Kreisbote

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