Radeln für ein gutes Klima

Landkreis nimmt wieder am Stadtradeln teil – Aktionszeitraum heuer in Herbst gefallen

Menschen auf Fahrrad
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Freuen sich aufs Stadtradeln: Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Benedikt Wiedemann.

Landkreis – Rauf auf den Drahtesel und ordentlich in die Pedale treten – für ein gutes Klima und für die eigene Kommune respektive für den Landkreis: Letzterer nimmt wie schon im Vorjahr auch heuer wieder beim vom Klimabündnis deutschlandweit organisierten Stadtradeln teil. Bei dem Wettbewerb wird die aktivste Fahrradkommune beziehungsweise der aktivste Landkreis gesucht. Von Samstag, 3. bis Freitag, 23. Oktober, heißt es also: So viele Kilometer sammeln wie möglich.

Weil heuer ein gemeinsamer Aktionszeitraum gewählt wurde, fließen die einzelnen für die Teilnehmerkommunen Weilheim, Schongau, Penzberg, Raisting, Wielenbach, Peiting, Peißenberg, Huglfing, Bernried und Seeshaupt gefahrenen Kilometer auch in die Landkreiswertung ein. 2019 nahmen im Landkreis insgesamt 1 025 Radler am Wettbewerb teil. Sie fuhren 158 600 Kilometer. Sinn und Zweck des Stadtradelns ist neben dem Spaßfaktor, möglichst viele Menschen im Alltag zum Umstieg auf das klimafreundliche Fahrrad zu animieren. Der Aktionszeitraum musste wegen Corona notgedrungen in den wettertechnisch eher schwierigen Herbst verschoben werden. Doch Benedikt Wiedemann, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion-Plus, die das Stadtradeln für den Landkreis federführend organisiert, sieht die Sache pragmatisch: „Gerade im Herbst ist es eine Herausforderung – bei gutem Wetter kann schließlich jeder radeln“. Und: „Man muss nur den inneren Schweinehund überwinden – der Rest ist kein Drama mehr.“

Der Wettbewerb Stadtradeln soll natürlich auch dazu beitragen, die Radinfrastruktur in der Region zu verbessern und den Handlungsbedarf aufzuzeigen. Mitunter ist das ein schwieriges Unterfangen. Alltagsradwege entlang größerer Straßen scheitern oft am notwendigen Grunderwerb. Bestes Beispiel: Die Kreisstraße zwischen Oberhausen und Peißenberg. Zwischen den beiden Nachbargemeinden soll nun über die bestehenden Wege entlang der Ammer und einen Brückenschlag über den Fluss eine Route geplant werden.

Von Bernhard Jepsen

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