Appell der Landrätin

Jochner-Weiß fordert Bürger zu Verantwortung und Respekt auf

Andrea Jochner-Weiß
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Landrätin Andrea Jochner-Weiß richtet einen Appell an die Landkreis-Bewohner.

Landkreis – Landrätin Andrea Jochner-Weiß richtet sich in einem Appell an die Bürger:

„Der Höhepunkt der Corona-Infektionen ist noch nicht erreicht. Darüber stimmen Experten überein. Und wenn wir jetzt nichts tun, dann kann die Anzahl der infizierten Menschen in Deutschland die Zweimillionen-Grenze erreichen. Jetzt besteht noch die Chance, dies zu verhindern. Aber nur, wenn sich alle solidarisch zeigen.

Wir müssen weiterhin alle sehr, sehr vorsichtig sein. Die Corona-Pandemie dominiert derzeit unseren Alltag wie kein anderes Thema und wir sind noch lange nicht durch. Ich verstehe vollkommen, dass viele Menschen keine Lust mehr auf Einschränkungen haben, gerade jetzt in der Adventszeit – eine Zeit, die wir alle gemeinsam mit Familie und Freunden genießen wollen.

Die Vorweihnachtszeit, die Adventssonntage, das bevorstehende Weihnachtsfest – wir sind gewohnt diese Tage mit unseren Liebsten zu verbringen. Aber die Einschränkungen und Kontaktreduzierungen sind wichtig – sie sind lebensrettend!

Nur mit Vorsicht, Zurückhaltung und auch persönlichen Beschränkungen kann verhindert werden, dass das Infektionsgeschehen weiter voranschreitet. Es kommt jetzt auf jede Einzelne und jeden Einzelnen an.

Jeden Tag kommen bei unseren täglichen Fallzahlen-Meldungen zahlreiche neue Corona-Fälle hinzu und leider auch immer mehr Todesfälle. Die Lage ist ernst, wie auch die Situation in unserem Krankenhaus zeigt. Generell ist aufgrund der noch weiterhin hohen Infektionszahlen mit einem weiteren Anstieg von stationären Covid-19-Behandlungsfällen und auch intensivmedizinisch zu versorgenden Patienten zu rechnen.

Wer bei diesen Zahlen und dieser Situation noch zweifelt oder die Corona-Pandemie sogar leugnet, hat den Ernst der Lage nicht erkannt und verhält sich egoistisch.

Meine dringende Bitte lautet: Jede und jeder Einzelne ist aufgefordert, sich umsichtig und vorsichtig zu verhalten, Rücksicht zu nehmen und verantwortungsvoll die Regeln zu beachten. Wir brauchen mehr denn je die Solidarität aller. Helfen Sie durch Ihr Verhalten und ihr gutes Vorbild mit, das Infektionsgeschehen so gering wie möglich zu halten. Wir haben es in der Hand, den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen. Nur, wenn wir alle gemeinsam konsequent uns selbst und andere schützen und unsere Kontakte eng beschränken, kann es uns gelingen, die Ausbreitung der Infektion zu verlangsamen und die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu behalten.

Jeder Einzelne, ich, Sie, wir alle, müssen jetzt alles tun, damit nicht noch mehr Menschen weiter unkontrolliert erkranken und im schlimmsten Fall sterben!

Und das geht nur so:

• Einhaltung des Mindestabstands von mindestens 1,50 Metern, besser zwei Metern

• zusätzlich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

• zusätzlich das regelmäßige Händewaschen und Hände desinfizieren

• zusätzlich das regelmäßige Lüften in Räumen, in denen wir uns länger als eine Viertelstunde aufhalten

• und Verzicht auf jede Reise, jede Feier, jeden Kontakt, der nicht zwingend notwendig ist.

Ja, ich weiß, das ist hart für jeden Einzelnen von uns. Und ich weiß auch, das ist ein schwerer Verzicht für alle von uns, die wir schon seit März mit Einschränkungen diverser Art zu leben haben. Aber wir müssen da jetzt durch!

Deshalb bitte ich Sie: Nehmen Sie die Lage ernst, aber bleiben Sie dennoch ruhig und besonnen. Da wir keinen Versorgungsengpass zu erwarten haben, bitte ich Sie auch ausdrücklich, Hamsterkäufe zu vermeiden. Wir haben beste Voraussetzungen, diese Herausforderung gemeinsam erfolgreich zu bestehen. Das Landratsamt Weilheim-Schongau wird Sie unterstützen und ständig aktuell über die Presse sowie unter www.weilheim-schongau.de regelmäßig informieren. Sehr geehrte BürgerInnen, bitte respektieren Sie die geltenden Regeln und verhalten Sie sich vorsichtig, jedoch ebenso frei von Panik.“

Von Kreisbote

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