Impfstoff zum Greifen nah?

Landratsamt sucht nach Betreiber für Impfstation – Einrichtung muss bis 15. Dezember bereit sein

Arzt spritzt Impfung
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Im Landkreis Weilheim-Schongau soll eine Impfstation entstehen. Dafür wird nun ein Betreiber gesucht.

Landkreis – In Sachen Corona-Impfstoff geht es derzeit in großen Schritten voran. Die Bundesregierung hofft, noch in diesem Jahr mit den ersten Impfungen beginnen zu können. Die zweite Dezemberhälfte scheint wahrscheinlich. In Bayern sollen dafür in allen Landkreisen Impfstationen entstehen.

In einer Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung Ende Oktober hieß es, dass man sich intensiv auf den Zeitpunkt vorbereite, ab dem Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus möglich sein werden. Dazu gehört nicht nur die Verteilung des Impfstoffs sondern auch die Logistik für das Impfen. Wie aus dem Sitzungsbericht hervorgeht, sollen Impfzentren analog zu den lokalen Testzentren entstehen. Um Aufbau und Betrieb sollen sich dabei die Kreisverwaltungsbehörden kümmern. Wie Erika Breu, Mitarbeiterin der Pressestelle des Landratsamtes, erklärt, würde der Landkreis Weilheim-Schongau derzeit eine Ausschreibung für einen Betreiber vorbereiten.

Wo genau im Landkreis die Teststation entstehen soll, steht derweil noch nicht fest. „Zur Zeit werden mehrere Standorte und Möglichkeiten auf Eignung überprüft“, so Breu. Fest steht jedoch, dass es nur eine Impfstation für den gesamten Landkreis geben soll. Diese muss am 15. Dezember betriebsbereit sein. Den Impfstoff beschafft die EU beziehungsweise die Bundesregierung. In der Kabinettssitzung wurde sogleich eine Empfehlung zum Impfvorgehen gegeben. Priorisiert werden sollen für die freiwillige Impfung:

  • Besonders vulnerable Gruppen wie Menschen hohen Alters, mit chronischen Erkrankungen, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Betreute und Bewohner in stationären und teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko etwa aufgrund ihres Berufs
  • Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen
  • Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko aufgrund äußerer Umstände, wie durch beengte Wohnverhältnisse.

Von Stephanie Novy

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