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Linke-Kreisrat plädiert auf Verzicht von Feuerwerk an Silvester

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Von: Stephanie Novy

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Symbolfoto: Feuerwerk
Kreisrat Peter Maier plädiert für einen Verzicht von Feuerwerk an Silvester. © Symbolfoto: PantherMedia/KennethKeifer

Landkreis – Die letzten beiden Jahre ging es ungewöhnlich leise ins neue Jahr. Es gab ein Verbot zum Verkauf von Feuerwerkskörpern. Dieses Jahr darf wieder geschossen werden, allerdings gibt es auch Stimmen, die zum Verzicht aufrufen.

Peter Maier, Kreisrat der Linken aus Penzberg, bittet in einem Antrag die Landrätin und seine Kreistagskollegen darum, an die Gemeinden und Städte zu appellieren. „Unter anderem aus Rücksichtnahme auf die Kriegsflüchtlinge sollte im Landkreis Weilheim-Schongau auf das Abschießen pyrotechnischen Gegenständen verzichtet werden“, schreibt Maier. „Das Abschießen von Silvesterböller und -raketen kann bei Kindern zu Angstzuständen führen und bei Kriegsflüchtlingen traumatische Erlebnisse wieder hochkommen lassen.“

Maier verweist zudem auf die „teils schweren Verletzungen, vor allem Hand- und Gesichtsverletzungen, aber auch Verbrennungen und Hörschäden beim Hantieren von Feuerwerken“. Dies führe zu zusätzlichen Belastungen „für das ohnehin schon chronisch überarbeitete Krankenhauspersonal und Mangel an benötigten Betten in den Kliniken“. Der Kreisrat führt ebenso Brände, Sachschäden und den Verlust von unersetzlichen Kulturgütern an. „Auch für Haus- und Wildtiere sind Feuerwerke mit Angst, Panik und Stress verbunden.“

Kein Feuerwerk bedeute zudem weniger Müll, weniger Lärm und weniger Feinstaub. „Einerseits gibt es Diskussionen über Fahrverbote wegen zu hoher Feinstaubbelastungen und andrerseits wird an Silvester massenhaft Feinstaub in die Luft gejagt. Unter Feuerwerken und deren Emissionen leiden Menschen mit Atemwegserkrankungen ebenso wie viele Haustiere. Von den Wildtieren ist nur selten die Rede.“

Maier schlägt vor, als Alternative „die heimische Wirtschaft zu unterstützen oder/und eine Spende an die Tafel zu tätigen.“ Und weiter: „Deshalb wäre es ein gutes Signal an die Gemeinden, Märkte und Städte im Landkreis zu appellieren, zum Verzicht zur Nutzung von pyrotechnischen Gegenständen aufzurufen.“

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