Hoher Besuch

Oberstleutnant und Major bei Soldaten im Gesundheitsamt

Bundeswehrsoldaten im Gesundheitsamt.
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Hoher Besuch bei der Truppe, die das Gesundheitsamt in Weilheim unterstützt (v. li.): Major Kevin Stötzer, Dr. Stefan Günther, Petra Vogl, Oberstleutnant Marc Richter, Andrea Jochner-Weiß, Hauptfeldwebel Michael Fuchs, Stefan Laubenbacher.

Landkreis – Führungskräfte des Murnauer IT-Bataillons 293 haben den Bundeswehrangehörigen, die das Gesundheitsamt des Landratsamts Weilheim-Schongau unterstützen, einen Besuch abgestattet.

Zu dem Treffen in Weilheim mit Kommandeur Oberstleutnant Marc Richter und Kompaniechef Major Kevin Stötzer war auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß gekommen, die sich im Namen des Landkreises Weilheim-Schongau herzlich für die Unterstützung bedankte. Seit Kurzem helfen 20 Bundeswehrsoldaten bei der Nachverfolgung von positiven Corona-Fällen im Landkreis.

Oberstleutnant Richter drückte bei dem Besuch seine Freude aus, alle Kameraden wohlbehalten wieder zu sehen. „Wir müssen hier zusammenhelfen“, sagte Richter. Diese Art von Amtshilfe gehöre ebenso dazu wie humanitäre Einsätze im Ausland. „Es wäre gut, wenn sich nun möglichst viele Bürger impfen oder boostern lassen. Dann könnten wir wieder entspannter in die Zukunft schauen“, lautete Richters Appell. Seine Soldat*innen seien derzeit auch in Miesbach sowie im Unfallkrankenhaus in Murnau tätig: „Dort erlebt man erschütternde Bilder von Corona-Opfern.“

„Sie haben meine absolute Hochachtung, dass Ihre Männer und Frauen auch für unseren Landkreis da sind. Ich bin überglücklich über die Unterstützung der Mitarbeiter im Gesundheitsamt“, sagte Landrätin Jochner-Weiß. Sie hoffe, dass durch solche Aktionen die Bundeswehr zusätzlich wieder an Ansehen in der Gesellschaft gewinnt. „Denn was würden wir ohne die Bundeswehr tun?“ Richter sah dies ebenso positiv: „Mit solchen Einsätzen können wir Berührungsängste in der Bevölkerung abbauen.“

Die 20 Soldaten helfen derzeit den 44 Mitarbeitern des CTT (Contact Tracing Team, Team der Nachverfolgung) bei der Bearbeitung der positiven Covid 19-Befunde im Landkreis. Dazu gehört auch die telefonische Index-Nachverfolgung, unter anderem klären sie, mit welchen Kontaktpersonen die Betroffenen in Kontakt waren und welche Personen folglich eine Quarantäne betrifft. Diese Amtshilfe war notwendig geworden, da aufgrund der dramatisch gestiegenen Infektionszahlen im Landkreis das CTT überlastet war.

Inzwischen seien die meisten Kameraden eingearbeitet, berichtete Gruppenführer Hauptfeldwebel Michael Fuchs: „Unsere Leute arbeiten gerne hier. Es macht Spaß, in den gemischten Teams zusammenzuarbeiten.“ Petra Vogl vom Gesundheitsamt bestätigte: „Die Soldaten sind für uns eine wertvolle Unterstützung. Mit unserem Stammpersonal war das beim aktuellen Infektionsgeschehen nicht mehr zu stemmen.“ Dr. Stefan Günther, Leiter des Gesundheitsamts, betonte: „Auf diese Weise sind wir wieder in der Lage, diese Herausforderung zu bewältigen.“

Auch Stefan Laubenbacher, Sachbereichsleiter Personalverwaltung am Landratsamt Weil-heim-Schongau, signalisierte seine Wertschätzung: „Wir sind froh um jeden von Ihnen, der hier mit anpackt.“ Selbstverständlich würde man auch die Urlaubswünsche der Soldaten bei der Planung gerne berücksichtigen.

Die aktuelle Amtshilfeleistung der Soldaten aus Murnau wird übrigens für den Landkreis keine zusätzlichen Kosten verursachen: Die Bundeswehr verzichtet auf die Erstattung von Auslagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Von Kreisbote

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