Bürger können beruhigt schlafen

Polizei ist mit Sicherheitslage im Landkreis zufrieden

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Mit der Sicherheitslage zufrieden sind Polizeichef Robert Knopp und Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Landkreis – Die Zahl der Straftaten im Kreis Weilheim-Schongau ist im Vorjahr um 4,8 Prozent gestiegen, wogegen die Aufklärungsquote leicht rückläufig war. „Trotzdem können die Bürger beruhigt schlafen“, sagte Robert Kopp, Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, als er im Landratsamt die Statistik für 2019 erläuterte.

Denn das Maß aller Dinge ist für die Polizei die sogenannte Häufigkeitszahl. Sie zeigt, wieviele Straftaten es pro 100 000 Einwohner gibt und liegt im Landkreis deutlich unter dem Landesdurchschnitt (3 473 gegenüber 4 615). Im Vorjahr wurden 4 701 Straftaten registriert – ein Plus gegenüber dem Vorjahr mit 4 485. Dazu sank die Aufklärungsquote von 71,2 Prozent unter die 70 Prozent-Marke.

Kopp begründete das mit der Art von Delikten, bei denen die Täter nur schwer zu ermitteln seien, wie Fahrraddiebstähle oder Graffiti-Schmierereien. Im Durchschnitt hatten die Ordnungshüter im Landkreis jeden Tag 38 Einsätze, insgesamt 13 844. Die Polizei konnte 2 639 Tatverdächtige ermitteln. „Diese agieren vor allem im Bereich der Computerkriminalität häufig vom Ausland aus“, sagte Kopp. Er warnte vor raffinierten Betrugsmaschen im Internet und vor Gaunern, die sich als Polizisten oder Enkel ausgeben, um an Wertsachen zu kommen.

Dass sich die Zahl der Sexualdelikte seit 2015 verdoppelt hat, relativierte der Polizeichef. Grund sei eine veränderte Gesetzeslage, die neue Straftatbestände wie sexuelle Belästigung erfasse. Zudem gebe es eine hohe Aufklärungsquote von knapp 90 Prozent. Einen steigenden Trend verzeichnet die Polizei auch bei der Kinderpornografie.

Ebenfalls zugenommen habe die Gewaltkriminalität. Kopp begründete das mit einem deutschlandweiten Trend. Dagegen lief die Gewalt gegen Polizisten gegensätzlich zum Bundestrend und ging um sieben auf 40 Fälle zurück. Seit einem Jahr setzt die Polizei im Landkreis sogenannte Bodycams ein, das sind kleine Kameras am Körper.

Auch Straßenkriminalität beschäftigte die Beamten in zunehmendem Maß. Kopp: „Es gab mehrere Serien mit Sachbeschädigungen in Penzberg und Graffiti-Schmierereien in Weilheim.“ Zufrieden mit der Jahresbilanz zeigte er sich auch im Hinblick auf die Unfallstatistik. 2019 gab es im Landkreis 3 864 Verkehrsunfälle (plus 1,1 Prozent), bei denen elf Menschen ums Leben kamen.

Besonders tragisch war eine Karambolage auf der B 472 bei Peißenberg, wo zwei Pkw mit einem Kleintransporter kollidierten. Ein 20-jähriger und sein sieben Jahre jüngerer Beifahrer verstarben noch an der Unfallstelle.

Von Peter Stöbich

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