Zentrale Beratung

Sozialausschuss stimmt für Pflegestützpunkt

Symbolfoto: Hand einer älteren Frau und einer jüngeren Frau
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Der Sozialausschuss hat dem Errichten eines Pflegestützpunktes zugestimmt.
  • vonLinda Borlinghaus
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Landkreis – Der Sozialausschuss hat der Errichtung eines Pflegestützpunktes zugestimmt. Damit soll für die Bürger eine Anlaufstelle und ein Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Pflege geschaffen werden, erklärte Landrätin Andrea Jochner-Weiß zu Beginn der Sitzung.

Im Vorfeld hat sich die Arbeitsgruppe „Pflegestützpunkt“ mit verschiedenen Modellen, Förderungen und Finanzierungen befasst. Lisa Merlonetti von der Seniorenfachstelle des Landkreises stellte die Ergebnisse dem Sozialausschuss vor. Die Arbeitsgruppe sieht besonders die demographische Entwicklung und den steigenden Pflegebedarf als wichtigen Anlass für einen zentralen Pflegestützpunkt. Außerdem soll Betroffenen und Angehörigen eine Möglichkeit geboten werden, sich über das komplexe Thema der Pflege informieren zu können.

Wichtige Frage der Sitzung war, ob der Pflegestützpunkt als Kooperations- oder als Angestelltenmodell vertraglich geregelt werden soll. Die Arbeitsgruppe sprach sich für das Angestelltenmodell aus. Dieses sieht unter anderem vor, dass die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes beim Landkreis angestellt sind, wodurch eine unabhängige und neutrale Beratung und konstante Ansprechpartner garantiert werden sollen. Mit dem Medizinischen Dienst als Partner erklärte Peter Steigenberger (Sachgebietsleiter des Sozialamts), der sich anfangs als Kritiker der Arbeitsgruppe angeschlossen hatte. Abschließend zeigte Merlonetti verschiedene Fördermöglichkeiten auf. Bezüglich der Finanzierung des Pflegestützpunktes sei das Angestelltenmodell außerdem das günstigere.

„Es ist eine vernünftige Einrichtung“ betonte Michael Asam von der SPD und Mitglied der Arbeitsgruppe. „Wir sind nicht die ersten, die das machen.“ Bayernweit gibt es bereits zehn Pflegestützpunkte und viele Landkreise ziehen nach.

Nachdem offene Fragen aus dem Ausschuss geklärt wurden, stimmte der Sozialausschuss ohne Gegenstimmen dem weiteren Vorgehen zu: Projektausarbeitung, Förderanträge und Betriebskonzept sind einige Punkte der To-do-Liste. Als allererstes muss jedoch der Kreistag dem Beschluss in seiner nächsten Sitzung diesen Freitag zustimmen. Dann soll bis April 2022 alles für den Start des Pflegestützpunktes vorbereitet werden.

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