Geringes Risiko

Stallpflicht für Geflügel wird am 4. Mai aufgehoben

Symbolfoto: Hühner und ein Hahn auf einer Wiese.
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Ab dem 4. Mai gilt im Landkreis keine Stallpflicht für Geflügel mehr.

Landkreis ‒ Hühner & Co. dürfen wieder ins Freie. Wie das Landratsamt mitteilt, wird das Risiko der Geflügelpest vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für ganz Bayern als mäßig bis gering eingestuft. Damit wird die Stallpflicht für Geflügel ab dem 4. Mai aufgehoben.

Seit Januar diese Jahres verbreitete sich der Virus in Bayern. Sowohl bei Wildvogelpopulationen als auch in einigen Haus- und Nutzgeflügelbeständen wurden infizierte Tiere festgestellt. Dabei wurden auch in den Nachbarlandkreisen Landsberg und Starnberg Fälle bei Wildvögeln gemeldet. Die Folge: Seit dem 10. März galt eine Stallpflicht in Weilheim-Schongau.

Seit Anfang April nimmt die Zahl der festgestellten Fälle in Bayern jedoch deutlich ab. Das Landratsamt erklärt die Entwicklung so: „Nachdem die Hauptphase des Frühjahrsvogelzugs durchschritten ist und die vorherrschenden Wetterbedingungen eine schnellere Inaktivierung des Erregers begünstigen, verringert sich die Infektionsgefahr für Wild- und Hausgeflügel.“ Doch das Amt warnt zugleich, dass gerade bei Wildvöglen immer noch mit dem Virus gerechnet werden muss. „Daher sind zum Schutz der Haus- und Nutzgeflügelbestände auch zukünftig die gesetzlich vorgeschriebenen Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen durch die Tierhalter konsequent zu beachten.“ Besondere Vorsicht gelte weiterhin bei Tieren mit Auslauf beziehungsweise in Freilandhaltung. Auch der direkte Kontakt von Haus- und Nutzgeflügel zu Wildvögeln (besonders Wassergeflügel) sollte wo immer möglich verhindert werden.

Eine Gefahr für den Menschen scheint nach wie vor unwahrscheinlich. Das Landratsamt erklärt, dass es in Deutschland bislang keine bekannten Fälle gab, in denen sich eine Person über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen angesteckt hat. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden und tot aufgefundene Wildvögel nicht berührt oder bewegt werden. „Werden mehrere Vögel an einem Ort tot aufgefunden, wird um eine entsprechende Information des Veterinäramtes gebeten.“

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sind auf der Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter dem Stichwort „Geflügelpest“ verfügbar. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite des Landratsamtes.

Von Kreisbote

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