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Träger unterzeichnen Vertrag für Pflegestützpunkt im Landkreis Weilheim-Schongau

 Bei der Vertragsunterzeichnung für den Pflegestützpunkt Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Stefan Schackmann (Direktor der AOK Bayern).
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Jetzt ist alles in trockenen Tüchern. Bei der Vertragsunterzeichnung für den Pflegestützpunkt (v.li.): Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Stefan Schackmann (Direktor der AOK Bayern).
  • Stephanie Novy
    VonStephanie Novy
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Landkreis – „Von Pontius zu Pilatus“ müssten pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige laufen, wenn sie auf der Suche nach Beratung sind, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Das soll sich mit dem neuen Pflegestützpunkt ändern. Am vergangenen Donnerstag wurden dafür die Verträge unterschrieben.

Im April 2022 geht es los. Dann beginnt der Pflegestützpunkt mit seiner Arbeit. Jochner-Weiß erklärte bei der Vertragsunterzeichnung nochmals – nachdem es im Vorfeld Kritik gab –, dass nicht nur die Weilheimer und Schongauer von der Beratungsstelle profitieren werden. Dort wird zwar jeweils ein Büro eröffnet. Aber auch telefonisch oder für einen Hausbesuch stehen die Mitarbeitenden zur Verfügung. Zudem, so die Landrätin, habe die Stadt Penzberg angeboten Räumlichkeiten für ein weiteres Büro zur Verfügung zu stellen. Konkrete Beratungszeiten sind dafür allerdings bisher nicht festgelegt. „Wir werden das adäquat an die Bedarfe anpassen.“

Bei der Vertragsunterzeichnung, die coronabedingt per Videokonferenz stattfand, hatten sich auch Michael Asam (SPD) und Alexandra Bertl (CSU) zugeschaltet. Die beiden Politiker waren „Kämpfer und Vorreiter“ in Sachen Pflegestützpunkt. So drückte es Jochner-Weiß aus. „Sie haben das Thema zu uns in den Landkreis geholt und uns bei der Umsetzung unglaublich unterstützt.“

Asam war sich der hohen Qualität der zukünftigen Beratungsstelle sicher. Nicht zuletzt wegen der „motivierten Mitarbeiter“. Damit bezog er sich auf Lisa Merlonetti, Peter Steigenberger und Lisa Jodl, die auch die aktuelle Ansprechpartnerin bei Fragen ist.

Ebenfalls involviert ist Josef Mederer (CSU). Der Präsident des Bezirkstags Oberbayern hat das Projekt Pflegestützpunkt auf Bezirksebene angestoßen. In Weilheim-Schongau konnte er mittlerweile den 16. Vertrag in Oberbayern unterschreiben. Drei weitere seien „in der Pipeline“. Der Bezirk wird sich darüber hinaus mit seiner Beratung vor Ort an dem neuen Standpunkt in Weilheim-Schongau einbringen.

Wie wichtig eine große Zahl an Pflegestützpunkten ist, machte Stefan Schackmann deutlich. Der Direktor der AOK Bayern unterzeichnete den Vertrag als Vertreter der Pflege- und Krankenkassen, die zusammen mit dem Landkreis und dem Bezirk Träger sind. Schackmann sprach von „Netzwerken als ganz zentrales Thema“, lassen sich doch jetzt Kompetenzen und Beratungsangebote unterschiedlicher Akteure vor Ort zusammenführen und bündeln. Mit den Pflegestützpunkten anderer Landkreise, wie etwa Landsberg und Garmisch-Partenkirchen, solle künftig eine Zusammenarbeit entstehen. Der Pflegestützpunkt nimmt zwar erst im April kommenden Jahres seine Arbeit auf, Ansprechpartnerin Jodl ist aber schon jetzt erreichbar. Die Kontaktdaten finden sich online auf www.weilheim-schongau.de/pflegestuetzpunkt.

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