Nachhaltig arbeiten

Umwelt- und Klimapakt Bayern: Urkunden für Landkreis-Unternehmen

Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Ludwig und Barbara Filser.
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Landrätin Andrea Jochner-Weiß (links) übergab die Urkunden an Ludwig und Barbara Filser der gleichnamigen Metzgerei, ...
Johann und Johanna Spirkl.
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... an Johann und Johanna Spirkl von dem Gasthof Zur Post samt Metzgerei ...
Dr. Johannes Ritter und Michael Bauer.
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... sowie an Dr. Johannes Ritter (links) und Michael Bauer von Roche Diagnostics.

Landkreis – Der Umwelt- und Klimapakt Bayern ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Erst vor Kurzem verlieh Landrätin Andrea Jochner-Weiß Urkunden dieses Pakts an drei Unternehmen des Landkreises.

Die Erste erhielten Ludwig und Barbara Filser, die Eigentümer von „Filser – der Metzger“ in Altenstadt. Der Familienbetrieb besteht bereits seit 100 Jahren und wurde vor drei Jahren vom Ehepaar übernommen. Schon die Generation zuvor setzte auf Regionalität. Daher werden ausschließlich Tiere aus der Region in der eigenen Schlachterei verarbeitet. Zudem liefert die Firma nur bis zu einem Umkreis von 25 Kilometern aus, wodurch die Umwelt geschont wird.

Der Nachhaltigkeitsgedanke spiegelte sich schon früh, im Jahr 1981 wieder, denn genau zu dieser Zeit wurde eine Wärmerückgewinnung der Kühlmaschinen in Betrieb genommen. Dieser Gedanke wurde von der nächsten Generation fortgeführt und so verfügt das Unternehmen mittlerweile neben einer Photovoltaik-Anlage zum Eigenverbrauch auch über ein Nahwärmenetzwerk mit eigener Hackschnitzelanlage. Die Anlage versorgt die Metzgerei und zudem noch 30 weitere Wohneinheiten sowie kommunale Gebäude.

Innovatives System

Jochner-Weiß war besonders beeindruckt vom Pfandsystem der Metzgerei. Die Fleischwaren werden gegen eine Pfandgebühr in Boxen anstatt in handelsüblichen Einwegverpackungen an den Kunden übergeben. So wird pro Jahr rund eine Tonne Verpackungsmüll eingespart. Jochner-Weiß bedankte sich bei den Eigentümern für dieses Engagement und die innovativen Ideen.

Die nächste Urkunde verlieh die Landrätin an die Firma Roche Diagnostics GmbH, vertreten durch Michael Bauer, Abteilung Umweltschutz bei Roche Penzberg, und Dr. Johannes Ritter, Head of Communications Roche Penzberg. Der Standort im Landkreis richtete bereits 1971 eine Sicherheits- und Umweltschutzabteilung ein. Zudem hat das Unternehmen eine CO2 Roadmap aufgestellt, welche Wege aufzeigt, die die CO2-Emission in Richtung Null bringen sollen. Diese beinhaltet beispielsweise einen verringerten Energie- sowie Wasserverbrauch.

Zudem setzt die Firma auf Ressourcen- und Umweltschonung. Es wurden zusätzlich einige Konzepte und Bereiche ins Leben gerufen, die dem Wohle des Umweltschutzes dienen sollen. So auch die „Green Car Policy“. Mit dieser sollen bis zu 40 Prozent der Emissionen bei Dienstwagen vermieden werden, indem unter anderem die Dienstwagenflotte von konventionellen Verbrennungsmotoren auf nachhaltige Antriebe umgestellt sowie Elektro- und Wasserstoffantriebe vom Unternehmen gefördert werden.

Auch wird das Fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln durch die ÖPNV-Ticket-Subventionierung attraktiver für Mitarbeitende gestaltet. Bei der Initiative „EcoLogicals“, können sich Mitarbeitende zudem aktiv in den Umweltschutz des Unternehmens einbringen.

Schon lange dabei

Die letzte Urkunde erhielt der Peißenberger Gasthof Zur Post inklusive Metzgerei. Der Inhaber Johann Spirkl und seine Tochter Johanna Spirkl waren vor Ort und nahmen diese entgegen. Der Familienbetrieb nimmt nicht das erste Mal am Umwelt- und Klimapakt teil, sondern ist schon seit Längerem dabei. Das Thema Umweltschutz wird beim Gasthof groß geschrieben und ist in vielen Bereichen wiederzufinden. Beispielsweise erfolgt die Energieversorgung durch drei Blockheizkraftwerke und es wurden energetische Verbesserungen von Teilen der Betriebsgebäudehülle vorgenommen.

Zudem ist im Bereich Mobilität einiges geboten. So haben Kunden eine Lademöglichkeit für E-Bikes und es gibt Gästefahrräder, die ausgeliehen werden können. Auch bezieht der Gasthof samt Metzgerei seine Lebensmittel überwiegend aus der Region, aus ökologischem Landbau und achtet bei Essensverpackungen darauf, dass diese aus umweltschonenden Materialien bestehen.

Jochner-Weiß dankte auch diesem langjährigem Teilnehmer des Pakts für das Engagement und drückte ihre Freude darüber aus, dass dieses Mal auch zwei Familienbetriebe diese Vereinbarung eingegangen sind.

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Rubriklistenbild: © Dincel

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