Noch vieles unklar: Ab April sollen Impfungen auch durch die Hausärzte durchgeführt werden

Arzt mit Impfpass.
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Was die genaue Durchführung anbelangt, ist noch vieles unklar.

Landkreis – Noch gibt es viele offene Fragen. Aber „es wurde höchste Zeit“, schätzt Leiter des Peißenberger Impfzentrums Christian Achmüller die Möglichkeit ein, dass ab April auch Hausärzte gegen Corona impfen dürfen.

Durch diese Option werden mehr Standorte für Impfungen geschaffen, sodass diese schneller vorankommen, so Achmüller. Daher sollen im Landkreis auch keine weiteren Impfzentren eingerichtet werden. Den Hausärzten wurde die Dokumentation bei den Impfungen stark erleichtert, sodass der bürokratische Aufwand abnimmt. So eine Vereinfachung wünscht sich Achmüller auch für das Impfzentrum. Damit könne man dort die Aufenthaltszeit der täglich etwa 300 zu Impfenden um bis zu acht Minuten verringern, überschlägt Achmüller.

Klare Aussagen darüber, ab wann und wie viel die Hausärzte impfen dürfen, können noch nicht getroffen werden. Der Freistaat teile die Impfdosen an Impfzentren und Praxen auf – genaue Angaben darüber ändern sich aber täglich, klagt Achmüller.

Dr. Martin Kayser, Hausarzt und ärztlicher Koordinator im Landkreis, betont: „Die Basisversorgung sind die Impfzentren.“ Er vermutet, dass den Hausärzten täglich nur drei bis vier Impfdosen zur Verfügung stehen werden. Diese sollen zunächst an bettlägerige Menschen vergeben werden. Bettlägerige beziehungsweise deren Angehörige können sich daher bei ihrem Hausarzt melden oder werden von diesem selbst kontaktiert. Alle anderen, die sich impfen lassen möchten, bittet Kayser, sich bei den Impfzentren zu registrieren und sich dort impfen zu lassen. Dort bekäme man viel schneller einen Termin. Und eine ärztliche Beratung gibt es in den Impfzentren auch, versichert Achmüller.

Die Registrierung für eine Impfung in den Zentren läuft über impfzentren.bayern/citizen/. Anschließend kann ein Termin vereinbart werden. Außerdem können die Zentren, wenn Impfstoffe übrig sind, registrierte Personen kontaktieren und ihnen eine kurzfristige Impfung anbieten.

Registrieren mussten sich auch alle Lehrer und Erzieher der kürzlich durchgeführten Impfaktion in Schongau und Weilheim. In den Umkleidekabinen der Staufer Grundschule hatte man eine eigene „Impf-Einbahnstraße“ eingerichtet. Beim ersten Termin konnten dort etwa 200 Lehrer und Erzieher geimpft werden. Der zweite Termin, der am 18. März vorgesehen war, muss wegen der aktuellen Kritik an AstraZeneca abgesagt werden, bedauert Ute Meub, Rektorin der Staufer Grundschule. „Viele Arbeitsstunden waren umsonst“, klagt Meub, die in der Turnhalle extra WLAN installieren ließ. An der Hardtschule in Weilheim wurden an zwei Tagen etwa 600 Pädagogen von Ärzten des Impfzentrums geimpft. Meub hofft nun, dass die Erzieher und Lehrer die Zweitimpfung in einigen Monaten an anderer Stelle bekommen können.

Von Kreisbote

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