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Weilheim-Schongau: Zustandserfassung der Kreisstraßen

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Von: Antonia Reindl

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Detailaufnahme einer Straße
Die Zustandserfassung soll Kreisgremien als Basis für Entscheidungen über Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen dienen. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / JANIFEST

Landkreis – Rund 180 Kilometer Kreisstraßen ziehen sich durch Weilheim-Schongau. Wie gut diese in Schuss sind, wo es an Griffigkeit mangelt oder an welchen Stellen sich bei Regen tiefe Pfützen bilden, zeigen Befahrungen und deren Auswertung.

In der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses und des Mobilitätsbeirates wurde nun das Ergebnis der jüngsten Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) präsentiert. Diese sollen Kreisgremien als Basis für Entscheidungen über Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen dienen.

Bisher seien die Kreisstraßen etwa alle vier Jahre besichtigt worden, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) eingangs. Befahren werden dabei rund 180 Kilometer, wusste Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt. Die letzte Befahrung erfolgte 2019/2020. Lenker warf dem Gremium Fotos auf die Leinwand. Diese zeigen, mit welchen Fahrzeugen der Zustand des Asphalts erfasst wird. Mit Kameras und verschiedenen Messeinrichtungen seien diese unterwegs, so Lenker. Gemessen werde dabei unter anderem die Längsebenheit und die fiktive Wasserhöhe, Risse werden erfasst, die Griffigkeit wird überprüft. Anschließend werden die Straßen beziehungsweise Abschnitte bewertet, ähnlich einem Schulnotensystem. In Karten werden diese dann entsprechend der Einstufung farblich markiert.

„Alle Zustände“ könne man etwa auf der WM29 sehen, wobei die Straße im Bereich des Eibenwalds in einem „schlechten Zustand“ sei, berichtete Lenker, der auch „besonders schlechte Straßen“ aufführte, darunter die WM22 und die WM13 (Schlagberg) in Peißenberg, die WM28 bei Haunshofen Richtung Bernried, die „ganz schlecht“ sei, und die WM20 bei Bernbeuren. Was die Kosten anbelangt, so verriet Lenker, dass zuletzt ein Betrag von rund 19 000 Euro fällig geworden sei. Man wisse, dass es etliche Mängel gebe, meinte Jochner-Weiß. Nicht umsonst würde man jährlich 4 Millionen Euro in den Haushalt einstellen.

Es sei „eine wichtige Geschichte“, dass man die Kreisstraßen „nach objektiven Kriterien bewertet“, befand Klaus Gast (CSU). Die Substanz der Straßen müsse schließlich „auch künftig belastbar und benutzbar“ sein. Ob die Zustandserfassung und -bewertung notwendig ist, wollte Karl-Heinz Grehl (Grüne) wissen. „Brauchen wird das, Herr Merk?“, fragte er den Kreiskämmerer. Mit der Erfassung habe man „eine Begründung etwas zu tun – und zwar das Richtige“, sagte Norbert Merk. Abgesehen davon würde sonst jeder Bürgermeister seine Kreisstraßen als die wichtigsten einstufen.

Am Ende stimmte das Gremium geschlossen dafür, die ZEB wie gehabt und empfohlen alle vier Jahre durchführen zu lassen, das nächste Mal 2023. Außerdem nimmt der Kreisausschuss die Empfehlung des Bauamtes die Maßnahmen und damit verbundene Investitionen betreffend zur Kenntnis und empfiehlt dem Kreistag auch, die angeratenen Maßnahmen im Haushalt 2023 einzuplanen.

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