Gremiumsmitglieder beziehen Stellung

Weilheimer Stadträte positionieren sich hinter Krankenhaus GmbH

Ärzte und Schwestern reichen sich die Hände
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Der Weilheimer Stadtrat steht hinter der Krankenhaus GmbH.

Weilheim/Schongau – In letzter Zeit mussten die Angestellten der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau einiges einstecken.

Nun wurde ihnen in der letzten Stadtratssitzung der Rücken durch eine Stellungnahme der CSU/FDP-Fraktion gestärkt, welche Marion Lunz-Schmieder (CSU) verlas. Sie sei auf die Initiative von Saika Gebauer-Merx (FDP) zurückzuführen und wurde zuvor allen Stadträten zugestellt, welche sie geschlossen unterstützen würden, erklärte die CSU-Vertreterin. In den letzten Tagen sei in der Presse und in öffentlichen Kommentaren auf Social-Media-Kanälen immer wieder über die Corona-Fälle im Schongauer Krankenhaus zu lesen gewesen. Es sei „äußerst bedauerlich und traurig“, dass Patienten in „unserem Krankenhaus“ infiziert wurden, schwer erkrankten und einige in der Folge verstorben seien. „Aber auch das Krankenhauspersonal leidet unter dieser schlimmen Situation“, stellte Lunz-Schmieder klar. „Wir wollen, dass die Wertschätzung der Arbeit der Ärzte und des Pflegepersonals im Schongauer Krankenhaus aufgrund der Ausbreitung des Virus im Krankenhaus nicht öffentlich in Misskredit gerät. Wir sind stolz auf unsere Ärzte und Pflegekräfte und deren Leistungen im Kampf gegen die Pandemie“, fand die Stadträtin deutliche Worte.

Sicher sei die Infektionskette unbedingt nachzuverfolgen und es sei zu hoffen, dass der Faktor, welcher dieses Geschehen auslösen konnte, gefunden werde. „In keinster Weise hinnehmbar ist jedoch die Herabwürdigung des Einsatzes des Krankenhauspersonals. Wir sprechen hier immer noch von denjenigen Menschen, für die im ersten Lockdown Lieder gesungen und geklatscht wurde.“ Diese Menschen hätten auch diesmal ihr Bestes gegeben und seien „sicher zutiefst erschüttert über die Infektionen in ihrem Krankenhaus.“

Es dürfe nicht vergessen werden, dass auch Krankenhauspersonal ein Privatleben habe und sich außerhalb der Klinik ebenso frei beziehungsweise eingeschränkt wie alle Menschen bewege. „Die Viren wurden weder wissentlich noch gar absichtlich eingeschleppt, dessen sind wir uns sicher.“ Von Darstellungen welche „unser Klinikpersonal“ beschuldigen würden, „nahezu absichtlich Menschenleben gefährdet zu haben, distanzieren wir uns.“ Des Weiteren würde den Räten insbesondere die Wiederaufnahme der Geburtshilfe am Herzen liegen. „Wir alle brauchen unsere Krankenhäuser vor Ort an den Standorten Weilheim und Schongau“, schloss Lunz-Schmieder. 

Von Sofia Wiethaler

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