Heitere Tage

Lala und Mizzi bringen "das Außen" ins Schongauer Altenheim

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Feierten den 100. Besuch der KlinikClowns im Heilig-Geist-Spital: Mizzi, Doris Kettner, Karlheinz Gaisbauer (beide Rotary-Club), Pflegedienstleitung Claudia Romeike, Elisabeth Makedpeace (Vorsitzende KlinikClowns) und Lala (v. links).

Schongau – Einen „Jubeltag“ feierten KlinikClowns, Rotary Club und Heilig-Geist-Spital am Freitag gemeinsam. Die 100. Visite der KlinikClowns im Schongauer Altenheim stand auf dem Plan. Seit 2013 kommen sie regelmäßig in die Einrichtung.

In bunten Kleidern, mit Hütchen auf dem Kopf, rot bemalter Nase und einer Luftballonblume ausgestattet betreten Lala und Mizzi vergangenen Freitag das Altenheim der Heilig-Geist-Spitalstiftung an der Karmeliterstraße. Sie kommen alle 14 Tage freitags in der Schongauer Einrichtung vorbei. Von Anfang an wird ihr Einsatz vom Rotary Club Schongau unterstützt. Der Club übernimmt einen Großteil der Finanzierung des Projekts. „Die Clowns heitern den Tagesablauf auf“, begründet Rotary-Präsident Karlheinz Gaisbauer den Einsatz.

Davon ist auch Pflegedienstleitung Claudia Romeike überzeugt. Als Einrichtung sei man sehr froh, dass die Clowns kommen. „Sie sind fast schon Mitarbeiter und ihr Besuch ist auch für das Personal schön“, so Romeike. Denn sind Lala und Mizzi im Haus, ist auch für das Altenheim-Personal weniger los. „Es wird deutlich weniger geklingelt“, so die Pflegedienstleiterin. Und die heitere Stimmung bleibt auch nach dem Besuch der Clowns häufig noch eine Weile in der Einrichtung erhalten.

Gerade auch für Menschen mit Demenz könne der Besuch viel bewirken, sind die Beteiligten überzeugt. Lala und Mizzi erzählen von einem Bewohner, der ganz in sich gekehrt war und kaum Kenntnis von ihnen genommen hat – bis sie angefangen haben, mit ihm zu singen und zu jodeln. „Die Clowns bringen das Außen hier rein“, erklärt Romeike. „Die Bereitschaft der Bewohner sich ihnen gegenüber zu öffnen, ist dadurch größer.“

Hinzu kommt, dass Lala und Mizzi viele Bewohner schon lange kennen und auch deren Biografie. Das macht es ihnen leichter, individuell auf den Einzelnen einzugehen und mit ihm zu interagieren. Hilfreich ist auch, so die beiden Clowninnen, dass sie meist zu zweit unterwegs sind. Das hilft bei der Improvisation und auch, um sich danach auszutauschen, wenn die Geschichte eines Patienten sie emotional mitnimmt.

Astrid Neumann

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