100 Tage im Bürgermeisteramt

»Das schönste Amt der Welt«: Max Bertl aus Steingaden

Bürgermeister Steingaden Max Bertl Porträt
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Zum Interview-Zeitpunkt seit 100 Tagen im Amt: Max Bertl aus Steingaden.

Steingaden – Seit Anfang Mai haben einige Gemeinden in der Region ein neues Oberhaupt. Nach 100 Tagen im Bürgermeisteramt ziehen sie im Kreisboten eine erste Bilanz. Heute: Max Bertl aus Steingaden. Dies ist der letzte Teil unserer Serie.

Wie hat sich Corona auf ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?
Bertl: „Natürlich gab es keine Veranstaltungen, welche man besuchen musste, aber mit den einzuhaltenden Regeln und Veränderungen im Rathaus war der Aufwand sogar noch mehr. Die wechselnde Besetzung im Rathaus hat auch dazu geführt, dass die Informationsbeschaffung sauber terminiert werden musste.“

Welche der Projekte, die Sie im Wahlkampf als vorrangig herausgestellt haben, haben Sie bereits in Angriff genommen?
Bertl: „Die Projektierung der Fohlenhofsanierung war ein großes Thema, ebenso auch der Ausbau der Nahwärmenetze. Es laufen viele Themen parallel und aus dem Wahlkampf geborene Ideen werden in der Vielzahl derzeit angepackt. Einzelne Themen jedoch müssen auch warten, weil die Ressourcen zur Bearbeitung fehlen, wie z.B. die Veränderung des Pförtnerhauses.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?
Bertl: „Ja zur Gänze, dass Amt des Bürgermeisters ist das schönste Amt der Welt.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?
Bertl: „Ganz viele Themen, von Jung bis Alt ist da für jeden was dabei. Ich denke da an die Überarbeitung der Spielplätze oder die Vernetzung der Bürgerschaft, explizit der Senioren. Weiter am Klimawandel feilen und uns mit einer Regenerativen Wärme und Energieversorgung für die Zukunft aufstellen.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu. Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?
Bertl: „Natürlich gilt es mit diesen Gegebenheiten leben zu müssen und die Konsequenz wird lauten sich breit aufzustellen und sowohl die Finanzen, als auch die Bevölkerung auf alle Widrigkeiten vorzubereiten. Sich jetzt zu Verstecken und alles einzufrieren ist meines Erachtens der falsche Weg und nur wer jetzt handelt und optimiert wird gestärkt aus dieser und allen weiteren Krisen gehen. Am allerwichtigsten ist es die Infrastruktur so zu entwickeln, dass wir die Bürger vor weiteren Pandemien schützen können.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers?
Bertl: „Ja. Ich habe in der Sparkasse eine super Ausbildung genossen und versuche das gelernte auch zugunsten der Mitarbeiter umzusetzen. Natürlich unterscheiden sich die Führungsstile von Generation zu Generation, aber den richtigen und einzig wahren Weg, gibt es ohnehin nicht. Ich versuch mein bestes um den Mitarbeitern die nötige Anerkennung zu zollen.“

Was möchten Sie ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?
Bertl: „Bleiben Sie gesund und erhalten Sie sich den Zusammenhalt und dieses Gemeinschaftsgefühl.“

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