50 Jahre Birkländer Musikanten

Ein Dorf im Ausnahmezustand

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Im Rampenlicht: die Birkländer Musikanten, die das 50-Jährige Bestehen feierten, mit Dirigent Ralf Hilse.

Birkland – Die Erwartungen der Veranstalter seien übertroffen worden. Dieses Resümee zieht Vorstand Martin Deininger von den Birkländer Musikanten, die an drei Tagen ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert haben. Gesamtchor und Stimmungsabend mit vier Blaskapellen am Freitag seien ebenso gut besucht gewesen wie der Festsonntag, der mit dem Waldfest ausnahmsweise mal im Bierzelt ausklang. Voll war das auf tausend Besucher ausgelegte Bierzelt mitten in den Sommerferien gar am Samstag beim Musikkabarett mit dem Trio „Da Huawa, da Meier und I“.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß zeigt sich im Nachhinein „begeistert von der Freude, mit der die Birkländer jedes Fest organisieren und feiern. Auch dieses Mal war wieder das ganze Dorf auf den Beinen und hat mitgemacht.“ Dieser Zusammenhalt präge die Ortschaft. Viele Birkländer waren an allen drei Tagen im Bierzelt. Dem stand auch die Schirmherrin, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, nicht nach. 

„Die Mischung macht’s“: In dieser Ansicht fühlt sich Vorstand Deininger nach dem erfolgreichen Verlauf der Festtage durch den guten Zuspruch bestätigt, wie er nach dem Zeltabbau am Montagabend im Gespräch mit dem Kreisboten schilderte. 

Gar „gigantisch“ sei die Stimmung beim Musikkabarett mit „Da Huawa, da Meier und I“ gewesen, die bereits 2013 beim Schützenfest in Reichling und 2014 bei der 500-Jahr-Feier in Hohenpeißenberg auftraten. Bei den Schunkelrunden im Birkländer Bierzelt hatten Jung und Alt begeistert mitgemacht. Der Funke sei übergesprungen, freut sich Vorstand Deininger. Zeitweise sei keiner mehr auf den Bierbänken gesessen. 

Die Entscheidung, die Gruppe „Da Huawa, da Meier und I“ zu verpflichten, hatte der Festausschuss übrigens nach einer gemeinsamen Fahrt nach Oberhausen getroffen, wo die Formation beim Strobl-Wirt auf der Bühne stand. 

Beim Gesamtchor am Freitag dirigierte Albert Neuner (Knappschaftskapelle Peiting) den Kaiserjäger-Marsch, Richard Beinhofer (Apfeldorf) den „Laridah“ und Leonhard Finsterwalder (Forst) den Marsch „Alte Kameraden“. Schließlich gab Ralf Hilse (Birkland) für den beachtlichen Klangkörper mit 125 Instrumentalisten den Takt vor für die Bayernhymne. 

50 Jahre Birkländer Musikanten – die Bilder

Der anschließende Stimmungsabend, bei dem die Reihenfolge der Kapellen übrigens ausgelost wurde, geriet zu einem kleinen Festival der Blasmusik, bei dem die Kapellen durchaus ihre Unterschiede zur Geltung brachten. Deftig-bayerisch präsentierte sich die Musikkapelle Forst. Die Knapp-schafts- und Trachtenkapelle Peiting gab sich tonkräftig z.B. beim Marsch „Zum Städtele hinaus“ mit fünf Posaunen vorne an der Bühne. Die Peitinger beschlossen den Auftritt mit dem Marsch „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“. 

Dann waren die Gastgeber an der Reihe. Mit dem „Birkländer Marsch“, den Georg Burger arrangiert hatte, boten sie ein Stück dar, das mit einem melodiösen Flügelhorn-Solo im Trio unverwechselbaren Charakter hat. Den Schlusspunkt setzte die Apfeldorfer Trachtenkapelle, die seit mehreren Monaten von Richard Beinhofer dirigiert wird. Sie sorgte für eine große Bandbreite – vom Alphornsolo bis zu fetzigen Schlagern wie „Kansas City“ im Les Humphries-Potpourri. 

Zum Jubiläum gehörte auch ein großes Oldtimertreffen am Feiertag Mariä Himmelfahrt. Mehrere Dutzend Bulldog-Liebhaber aus dem Schongauer Land, aber auch aus dem Bereich Landsberg und sogar aus dem Ostallgäu kamen mit ihren Dieselrössern, die oft viele Jahrzehnte alt sind, trotz Wolken am Himmel nach Birkland. Nass wurden die meisten erst auf der Heimfahrt am späten Nachmittag. 

Die meisten Leute bei den Birkländer Festtagen kamen aus dem Dorf und umliegenden Gemeinden. Doch drei Dutzend Gäste hatten eine gar weite Anreise. Gemeint sind die Frauen und Männer vom Schützenverein aus Hollwede bei Minden; die Birkländer pflegen dorthin seit 40 Jahren freundschaftliche Bande. 

310 Helferdienste waren –jeweils für mehrere Stunden – an den drei Festtagen eingeteilt, von der Kasse über die Bedienung bis zur Spüle. Das habe „einwandfrei funktioniert“, freut sich Vorstand Deininger im Nachhinein. Fazit: Die Birkländer Festtage 2015 wurden zu einem weiteren Höhepunkt in der 600 Seelen-Ortschaft nach dem großen Erfolg des Landjugendtages und der fulminanten Viehschau im September 2013. 

Johannes Jais

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