73-Jähriger Premer stürzt in Mühlbach und stirbt

Tödliche Silvesternacht

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Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den 73-Jährigen am Freitag nur noch tot aus dem Mühlbach bergen.

Prem – Das neue Jahr hat in Prem mit einer schrecklichen Tragödie begonnen. Am Freitag wurde ein 73-jähriger Rentner tot aus dem Mühlbach geborgen. Letztmalig gesehen wurde der Premer kurz vor Mitternacht in der Silvesternacht. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann auf dem Nachhauseweg in das eiskalte Wasser gestürzt war. Nun werden Zeugen für den fraglichen Zeitraum gesucht.

Die Anhaltspunkte sind dürftig, mit denen die Spezialisten des Kriminaldauerdienstes aus Weilheim arbeiten müssen. Der 73-jährige, sehr engagierte und in Prem wohl bekannte Rentner hatte in der alten Tenne das alte Jahr ausklingen lassen. Gegen 23.45 Uhr, so erste Ermittlungsergebnisse, verließ er das Restaurant und machte sich auf den gut drei Kilometer langen Heimweg, der neben dem Mühlbach verläuft und den er überqueren musste. 

Doch damit verlieren sich die Spuren, erst eine Entdeckung am 2. Januar rief dann die Rettungskräfte auf den Plan. Gegen elf Uhr morgens wurden die Ostallgäuer Rettungskräfte mit dem Stichwort Person im Wasser alarmiert. Daraufhin rückten Bereitschaften der DLRG und der Wasserwacht aus Füssen, Roßhaupten, Kaufbeuren und Buchloe aus. Zunächst wurde der Mühlbach, der am Ausgang des Halblechtales vom Halblech abzweigt, abgesucht. 

Mit im Einsatz waren die Lechbrucker Feuerwehr, das Rote Kreuz aus Steingaden sowie Kräfte der Polizeiinspektion Füssen, die mit als erste am Unglücksort eintrafen sowie die Kräfte des Reuttener Rettungshubschraubers RK2. Schließlich wurde die leblose Person am Wehr auf Höhe der Flößerstraße gefunden. Rettungstaucher bargen den Premer aus dem Wehr. Gegen 11.45 Uhr landete der Rettungshubschrauber mit dem Notarzt an Bord nahe der Fundstelle. Auch der Mediziner konnte nur noch den Tod feststellen. 

Mit vor Ort waren Bürgermeister Herbert Sieber, der eine Gemeinderatssitzung verlassen hatte, sowie Kreisbrandmeister Manfred Baum, die sich über die Suche und den Einsatz informierten. 

Hinweise auf ein Fremdverschulden an dem Tod des Mannes gibt es laut Polizei nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen nicht. Allerdings sind diesbezüglich noch weitergehende Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin in München erforderlich. 

Möglicherweise ist der Rentner auf dem Heimweg von der Gastwirtschaft verunglückt und dabei in den Mühlbach gefallen. Die Kriminalpolizei bittet daher unter Telefon 0881/6440 um Hinweise aus der Bevölkerung. Der Premer ist circa 1,80 Meter groß, hat eine normale Statur, grau melierte Haare, einen Sechstagebart und war mit einer auffälligen gelben Winterjacke bekleidet.

gau

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