Abhang wird verdübelt – Ab November wird an der Hohenwarter Kurve wieder gearbeitet – Ortstermin mit Dobrindt

Alexander Dobrindt (2.v.li.) verschaffte sich mit Thomas Dorsch (li.), Günther Grafwallner und Sven Maertz (re., Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt) einen Überblick zur Lage an der Hohenwarter Kurve. Der Bauabschnitt soll nach Einbringung der Bohrpfähle 2013 fertiggestellt sein. Foto: Jepsen

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BERNHARD JEPSEN, Hohenpeißenberg – Baufahrzeuge sucht man derzeit nicht nur an der Hohenpeißenberger Umgehung vergeblich. Auch am Streckenabschnitt der B 472 von der Anschlussstelle Peißenberg West bis zur Hohenwarter Kurve, der offiziell noch zur bereits eröffneten Peißenberger Umgehung gehört, ruhen die Bauarbeiten – allerdings nicht mehr lange. Das Staatliche Bauamt hat in den letzten Monaten die Überplanung der technischen Bauausführung vorangetrieben und in Zusammenarbeit mit der TU München ein Konzept zur Hangstabilisierung entwickelt. Wie es bei einem Ortstermin mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Dobrindt hieß, könnten die Bauarbeiten ab November wieder aufgenommen werden. „Wir hatten Angst, dass uns der Hang wegrutscht. Aber Gott sei Dank ist er nicht so wasserempfindlich“, erklärte Günther Grafwallner, der Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim. Der Abhang östlich der Hohenwarter Kurve sei aufgrund einer geologischen Gleitfuge unter der Erdoberfläche „immer schon kritisch“ gewesen und habe „kriechende Bewegungen“ erkennen lassen. Zur Stabilisierung des Geländes würden nun insgesamt 700 Bohrpfähle in den Untergrund eingebracht. Die mit Spezialmaschinen ausgeführte Hangverdübelung ist laut Grafwallner ein „seltenes Bauverfahren“ und – besonders wichtig – „wirtschaftlich vertretbar“. Die Gelder für den Straßenbau, das betonte nämlich MdB Dobrindt, seien allgemein knapp. Gerade in der Region würden die Projekte aufgrund der Topographie aber mitunter sehr teuer ausfallen. Dobrindt spricht sich deshalb für eine Erhöhung der Finanzmittel im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen aus – unter anderem über die Einführung einer Pkw-Maut auf Autobahnen: „Ich bin ein totaler Verfechter für die Maut und werde dem CSU-Parteitag einen entsprechenden Antrag vorlegen“, kündigte Dobrindt an. Dass es ab November mit den Bauarbeiten an der Hohenwarter Kurve weitergehen soll, wertete der Politiker als „sehr gute Nachricht“ – auch im Hinblick auf den Baufortschritt an der Hohenpeißenberger Trasse. Dobrindt geht von einer „Durchfinanzierung“ in den nächsten drei Jahren aus, so dass 2014 mit der Eröffnung zu rechnen sei. Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch nahm´es erfreut zur Kenntnis: „Für uns ist das ist eine gute Perspektive.“

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