"Abscheuliche Tat"

Kultusminister Ludwig Spaenle (li.) sprach am Donnerstag mit Vertretern des Elternbeirats über die Sicherheitslage am Schulzentrum Schongau. Mit dabei: Landrat Friedrich Zeller (re.) und Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl (hi.). Foto: Peters

„Es ist ein Verbrechen und kein Kavaliersdelikt. Aus diesem Grund kann man nur mit größter Abscheu über die Täter sprechen“: Kultusminister Lud-wig Spaenle hat am Donnerstag drastische Worte gefunden, als er sich fünf Tage nach den Gewaltdrohungen gegen Schüler und Lehrer selbst ein Bild der Lage am Schongauer Schulzentrum machte. Derweil geht die Suche nach den Verfassern der Drohbriefe, deren Fund am Montag für einen Schulausfall sorgte, weiter.

Fast zwei Stunden nahm sich der Kultusminister Zeit, um erst mit Schulleitung und Lehrern und anschließend dem Elternbeirat und den Schüler-sprechern über das Geschehene zu sprechen. Auch Landrat Friedrich Zeller wohnte als Hausherr der Realschule sowie des Gymnasiums den Gesprächsrunden bei. Die Stimmung sei verständlicherweise „nicht fröhlich“ gewesen, alle hätten sich besorgt über die Vorkommnisse gezeigt, sagte Spaenle, der die Tat aufs tiefste verurteilte. Schon tags zuvor hatte der Minister ähnliches in Freising verlauten lassen müssen. Dort hatte eine 15-Jährige mit dem Messer auf eine Mitschülerin eingestochen. Während die Täterin in der Domstadt schnell festgenommen werden konnte, tappt die Polizei in Schongau bei der Suche nach den Urhebern der Drohbriefe weiter im Dunkeln. Über 20 Personen seien mittlerweile befragt worden, teilte Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Donnerstag auf Anfrage des KREISBOTEN mit, eine heiße Spur habe sich bislang aber nicht ergeben. Auch aus diesem Grund seien nach wie vor Beamte in Zivil vor Ort, um für Sicherheit am Schulzentrum zu sorgen.

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