Goodbye des scheidenden Kommandeurs

Abschied von der Franz-Josef Strauß-Kaserne im Heißluftballon

Ballon Francke Kaserne Altenstadt Bundeswehr
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Los geht‘s: Die Fahrt, als besonderes Abschiedsgeschenk gedacht, begann auf dem Kasernengelände und endete rund 90 Minuten später nahe Forst.
  • VonHans-Helmut Herold
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Altenstadt – Entspannung statt Adrenalinrausch, Ballonfahrt statt Fallschirmsprung. Das war die Idee, als es darum ging, den Kommandeur der Luftlande- und Lufttransportschule Oberstleutnant Udo Francke zu verabschieden.

Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man an der offenen Tür eines Luftfahrzeugs steht, aus dem man wenige Sekunden später abspringt. Mit einem Fallschirm, wie es schon zigtausende Soldaten an der Luftlande- und Lufttransportschule getan haben. Man hört das Brummen der Motoren, spürt den Wind, fühlt die Anspannung, kann eventuell einen kurzen Blick auf die Franz-Josef Strauß Kaserne werfen.

Einer, der das erleben konnte, ist Oberstleutnant Udo Francke, seit 2018 Kommandeur dieser Einrichtung der Bunderwehr. Wie es in der Laufbahn von Offizieren üblich ist, muss auch er nach einer gewissen Zeit an der Luftlande- und Lufttransportschule eine Verwendung in einer anderen Einheit übernehmen. Also wird ein Wechsel in naher Zukunft stattfinden.

„Was werden wir für ein Erinnerungsgeschenk mitgeben?“, ist die große Frage, die bei seinen Chefs des Stabes die Runde macht. Den Offizieren ist bewusst, dass die Wände im Dienstzimmer von Udo Francke schon mit allerlei Erinnerungsgeschenken ausgeschmückt sind. Ein weiteres dazu ?

Oberstleutnant Maximilian Linder, einer der Chefs, hat den zündenden Vorschlag: „Der Kommandeur soll in aller Ruhe seine Kaserne und das Umfeld betrachten. Und das aus luftiger Höhe. Ohne Hektik, in angenehmer Stille und ohne abspringen zu müssen.“ Eine gemeinsame Fahrt mit dem Heißluftballon. Die Männer holen eine Spezialistin ins Boot. Besser gesagt in den Ballonkorb. Schließlich ist Heidi Schmid, Leiterin der Geophysikalischen Beratungsstelle der Kaserne, selbst Freiballonfahrerin. So die offizielle Bezeichnung der Pilotin. Sie hat natürlich ihre Beziehungen. Peter März von den Landstettener Ballonfahrten mit Sohn Leo werden die luftige Aktion abwickeln.

Montagnachmittag: Die Männer laden Korb und Ballonhülle ab, die schnell unter weiblichem Kommando ausgerollt wird. Ein Ventilator bläst die Hülle zum Teil auf, die Heißluftbrenner werden dazu geschaltet. Kommandeur Udo Francke wird mit dem Dienstwagen angekarrt. Die Passagiere besetzen den Korb. Letzte Bemerkungen und Ratschläge machen die Runde, dann ist nur noch das Geräusch des Gasbrenners zu hören. „Take off, feel free.”

Vor der Landung 90 Minuten später nahe Forst kann der scheidende Kommandeur in tiefer Überfahrt über das Kasernengelände viele Erinnerungen Revue passieren lassen. In absoluter Stille, ein Geschenk für die Ewigkeit.

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