Mit "Rückendeckung und Motivation"

Fünf Mal die Traumnote 1,0 am Beruflichen Schulzentrum Schongau

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Gleich fünf Mal die Abschlußnote 1,0: Von links stellvertretender Schulleiter Andreas Streinz, Elisabeth Zwiekopf (Fa. Zarges), Sarah Kreutzer (Fa. Gustav Klein), Joana Catarina Sousa Henriques (Fa. Roche), Carina Singer (Fa.Roche), Daniela Drexl ( Fa.Möbelcentrale) und Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Schongau – 123 gut ausgebildete Fachkräfte haben im Winter an der Staatlichen Berufsschule Schongau ihren Abschluss gemacht. Fünf von ihnen mit der Traumnote 1,0. 35 Schülerinnen und Schüler wurden für einen Notenschnitt bis 1,5 ausgezeichnet.

„Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens“, zitierte Landrätin Andrea Jochner-Weiß den Philosophen Friedrich Wilhelm Nietzsche. So ein Rückgrat haben sich 123 Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Berufsschule Schongau jetzt geschaffen. Am vergangenen Mittwochabend konnten sie ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Fünf Frauen durften sich mit dem glänzenden Notenschnitt von 1,0 auch noch über den mit 75 Euro dotierten Staatspreis freuen.

„Sie haben es geschafft und dürfen stolz auf sich sein“, so Andrea Jochner-Weiß, die betonte, dass die Schüler ihren Erfolg nicht zuletzt den eigenen Anstrengungen, aber gefördert und gefordert von Lehrern und Ausbildern verdanken. Auch an die Eltern dachte Andrea Jochner-Weiß: „Das ist ein wunderbarer Moment für Sie als Eltern. Ihre Kinder haben ihr Ziel erreicht!“ 

Dem konnte stellvertretender Schulleiter Andreas Streinz nur zustimmen. Zudem hob er die guten Berufschancen für die Absolventen hervor: „Sie treffen auf einen Arbeitsmarkt, der händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften sucht. In Bayern herrscht Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren, so die Prognosen, auch noch weiter verschärfen wird.“ Laut eines Fachkräfte-Reports von 2019 wird der Engpass bis 2030 bayernweit auf 450.000 Fachkräfte ansteigen. „Sie haben also glänzende Aussichten für Ihre Zukunft. Da draußen wartet man auf Sie“, so Andreas Streinz.

Nichtsdestotrotz hatten sich einige der besten Absolventen vorgenommen, sich weiterzubilden oder zu studieren, so dass sie dem Arbeitsmarkt erstmal nicht zur Verfügung stehen. Streinz führte außerdem aus, dass die Absolventen ab sofort eine andere Rolle in ihren Unternehmen einnehmen werden. Nämlich die der Fachfrau oder des Fachmanns. „Sie werden zwangsläufig von Kollegen, Vorgesetzten und Kunden anders wahrgenommen. Und deren Erwartungen werden auch andere sein. Es lohnt sich darüber nachzudenken und sich dieses Rollenwechsels bewusst zu sein“, adressierte er an die frisch gebackenen Fachkräfte.

Die Schülersprecherinnen Katharina Gleich und Viktoria Schmid richteten ein Dankeschön an die Lehrerschaft und Ausbilder für die „Geduld, Rückendeckung und Motivation“, die die Berufsschüler während ihrer Ausbildungszeit erhalten haben. Etwas wehmütig blickten sie auf die Schulzeit und die vielen neuen Freundschaften zurück, die mit dem Eintritt in das Berufsleben vielleicht keinen Bestand mehr haben. „Jeder von uns wird einen neuen Weg einschlagen. Wir haben zusammen gelernt und gelacht und vieles vorangebracht“, meinten sie. Viel zusammen gelacht hatte wohl auch der Chor „Viva!“ unter der Leitung von Thilo Braun. Die Gruppe hatte einmal pro Woche in ihrer Freizeit fleißig geübt und brachte die Abschlussfeier auf erfrischende Art und Weise und mit kleinen Showeinlagen zum Klingen.

Ursula Fröhlich

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