Gemeinderäte bleiben hart

Es bleibt beim Peitinger Juze-Standort

+
Das marode Jugendzentrum an der Lory-Straße braucht dringend Ersatz. Der geplante Standort nahe des Birkenrieder Sportstadions gefällt nicht jedem.

Peiting – Standfest geblieben ist eine klare Mehrheit der Gemeinderäte beim Thema Standort fürs Jugendzentrum. Es wird nahe des Birkenrieder Sportstadions an der Ecke Kampfgartenweg/Jägerstraße gebaut. Eine Petition der Anlieger mit 64 Unterschriften, die schon bei der Bürgerversammlung Mitte November übergeben wurde, hatte damit keinen Erfolg.

Vier Räte unterstützten die Petition gegen den geplanten Standort nahe des Wohngebietes; sie stimmten mit Ja. Dies waren Alfred Jocher und Christian Lory von den Unabhängigen sowie Silvia Ruhfass-Bückle und Thomas Elste von den Grünen. 20 Räte votierten in der Gemeinderatssitzung mit Nein. Damit bleibt es beim Beschluss, den das Gremium bereits im frühen Herbst getroffen hatte.

„Wir haben uns sehr wohl viele Überlegungen gemacht“, eröffnete Bürgermeister Michael Asam die Diskussion. Aber es sei beim bisherigen Standort des inzwischen maroden Jugendzentrums-Gebäudes an der Lory-Straße nie irgendeine Beschwerde gekommen, obwohl es auch in der Nähe der Wohnbebauung sei.

Der Rathauschef meinte gar, es seien zu Unrecht Ängste geschürt worden. Meistens würden Jugendliche, die jünger als 18 Jahre sind, das Juze besuchen. Deshalb sei kaum mit erhöhtem Autoverkehr zu rechnen. Außerdem würden allenfalls vier Konzerte im Jahr ausgerichtet.

Bislang sei noch kein festes Raumprogramm vorgegeben. Baulich könne man an dem Gebäude, das auf einem gemeindeeigenen Grundstück an der Ecke Jägerstraße/Kampfgartenweg platziert werden soll, noch gestalten, fuhr Asam fort. Doch sei der Standort gut durchleuchtet worden, er sehe keine Alternative dazu.

Grünen-Gemeinderat Thomas Elste hakte allerdings bei der Aussage zu den vier Konzerten ein. Im letzten Jahresbericht, den das Juze-Team im Mai den Gemeinderäten vorstellte, war von acht Konzerten im Jahr 2018 die Rede. Eine Einschränkung würde er bedauern, kommentierte Elste.

Alfred Jocher (Unabhängige) äußerte Bedenken, dass auf der Wiese östlich der Alfons-Peter-Schule und nördlich des Stadions „wertvolle Flächen“ weggenommen werden, die bisher in den Pausen schon genutzt worden seien.

Zu bedenken gibt Jocher, dass auf der anderen Seite der Schule nächstes Jahr auch ein separates Gebäude errichtet wird, und zwar für die Offene Ganztagesschule. Das ganze Quartier werde erheblich verdichtet. Generell sei es kritisch zu beurteilen, dass für all die Vorhaben der Gemeinde separate Gebäude hochgezogen werden. Für wünschenswert hält er es, mehrere Bereiche unter einem Dach zu vereinen. Er denke da auch an die Unterhaltskosten, so Jocher gegenüber dem Kreisboten.

Marktbaumeister Fabian Kreitl wandte sich noch einmal gegen den Vorschlag, das Juze auf einer Fläche am Fitness-Parcours zu errichten. Erstens reiche der Platz mit 1.200 Quadratmetern nicht aus. Am geplanten Standort seien 2.000 Quadratmeter vorgesehen. Zweitens habe man dort „den größten Batz des Ortes“, wie erste Bodenproben bis drei Meter bereits gezeigt hätten. Auch wolle man den Bereich, wo die Fernwärmeleitung verläuft, von Bebauung freihalten, ergänzte Kreitl.

Der Marktbaumeister verdeutlichte zudem, dass es für ein Jugendzentrum noch kein fertiges Raumkonzept gibt. Es sei noch völlig offen, ob das Gebäude 300 oder 450 Quadratmeter Nutzfläche erhalte. Zu überlegen sei zudem, ob bei Bedarf ein Raum für die Landjugend oder ein Zimmer für die Volkshochschule dort mit aufgenommen werden.

jj

Auch interessant

Meistgelesen

Aufwind e.V. sieht für Hohenpeißenberg noch überall Luft nach oben
Aufwind e.V. sieht für Hohenpeißenberg noch überall Luft nach oben
Der Peitinger Bürgermeister-Fünfkampf
Der Peitinger Bürgermeister-Fünfkampf
Burggens Bürgermeister Joseph Schuster stellt sich zur Wiederwahl
Burggens Bürgermeister Joseph Schuster stellt sich zur Wiederwahl
Wenn sich der Wald wandelt
Wenn sich der Wald wandelt

Kommentare