»Synergien nutzen«

Die nächste IKEK-Etappe

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Rottenbuch und die weiteren sechs Gemeinden aus dem Altlandkreis, die gemeinsam an die Fördertöpfe der Bund-Länder-Städtebauförderung wollen, haben sich mit dem Landkreis und weiteren Initiativen und Projekten beraten.

Landkreis – Seit Herbst sind die Gemeinden Böbing, Burggen, Bernbeuren, Rottenbuch, Steingaden, Prem und Wildsteig dabei, gemeinsam ein Interkommunales Entwicklungskonzept (IKEK) auszuarbeiten. Bei einem gemeinsamen Workshop wurde jüngst über das weitere Vorgehen beraten.

Das IKEK ist Voraussetzung, um ins Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ aufgenommen zu werden. Die finanziellen Förderkonditionen sind verlockend: Rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten können in den nächsten Jahren für Projekte kofinanziert werden. „Das ist natürlich eine sehr lukrative Förderkulisse“, so Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle, der Erfahrungen mit der Städtebauförderung hat.

Im Landkreis gibt es bereits eine Reihe von regionalen Ini­tiativen und Projekten, unter anderem den interkommunalen Zusammenschluss rund um den Auerberg, das Regionalmanagement sowie die lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel. „Deshalb ist es wichtig, die zentralen Inhalte des IKEK frühzeitig abzustimmen“, so Regierungsbaumeisterin Annegret Michler und Dr. Stefan Leuninger vom gleichnamigen Büro aus Kaufbeuren, das für die fachliche Betreuung zuständig ist.

Mit dieser Zielsetzung ist am vergangenen Mittwoch ein gemeinsamer Workshop im Rathaus in Rottenbuch durchgeführt worden. Mit dabei waren neben den Bürgermeistern aus der interkommunalen Allianz und den zuständigen Mitarbeitern im Landratsamt auch Baudirektorin Annemarie Kubina von der Regierung von Oberbayern sowie die zuständige Abteilungsleiterin Monika Hirl vom Amt für ländliche Entwicklung.

Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel, Susanne Lengger, machte deutlich: „Wenn wir Gäste begeistern wollen, gehören hierzu attraktive Ortskerne mit Gastronomie und Einzelhandel.“ Das unterstrich Reinhard Walk, Regionalmanager der Initiative Auerbergland, die 14 Kommunen umfasst. „Wir haben im Vitalitätscheck herausgearbeitet, dass in vielen Kommunen noch erhebliche Potenziale in der Innen­entwicklung bestehen.“

„Im Ergebnis des Abstimmungsworkshops hat sich gezeigt, dass die grundlegenden Zielsetzungen und Handlungsfelder des IKEK der sieben Kommunen deckungsgleich mit den Zielsetzungen auf der Landkreis­ebene und dem Auerbergland sind“, fasst Georg Krönauer von der Verwaltungsgemeinschaft Steingaden zusammen. „Doppelarbeiten können damit vermieden und Synergien genutzt werden“, so Böbings Bürgermeister Peter Erhard, der em­pfahl, sich auf wesentliche Impulsmaßnahmen zu konzentrieren, die in den nächsten Jahren umsetzbar sind.

Wie geht es weiter?

„Mit dem Rückenwind aus dem Workshop kann unser Planerteam die diskutierten Leitprojekte einer interkommunalen Sanierungsberatung und einer abgestimmten Nahversorgungsentwicklung ausarbeiten“, so Bürgermeister Wörle. Zudem wurde herausgearbeitet, das regionale Gewerbe durch Gewerbegebietsentwicklungen und gemeinsame Marketing-Maßnahmen zu stärken.

Noch vor der Sommerpause wird sich die Lenkungsgruppe der interkommunalen Allianz zu ihrer nächsten Sitzung treffen, um die Leitprojekte für die notwendigen politischen Entscheidungen in den jeweiligen politischen Gremien aufzubereiten. Bereits für das Jahr 2019 können dann Förderanträge gestellt werden.

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