Müllproblem verlagert sich vom Ort auf den Berg

Ärger um Müll und Vandalismus in Hohenpeißenberg

Mülltonnen und auch Hunde-Kot-Stationen stehen zwar zur Verfügung, werden aber von vielen Besuchern auf dem Bayerischen Rigi offenbar nicht genutzt.
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Mülltonnen und auch Hunde-Kot-Stationen stehen zwar zur Verfügung, werden aber von vielen Besuchern auf dem Bayerischen Rigi offenbar nicht genutzt.

Hohenpeißenberg – „Des einen Freud, des anderen Leid“ oder „Vom Regen in die Traufe“, so oder so ähnlich könnte man das Problem mit dem Müll beschreiben. Zwar ist seit Beginn der Corona-Krise der Müll auf der Hauptstraße weniger geworden – das ist nämlich überwiegend derjenige Müll, der bei der Fahrt mit dem Auto aus dem Fenster geworfen wird – dafür ist der Müll anderenorts mehr geworden.

Bereits im Frühsommer letzten Jahres hatte Gemeinderat Franz Höfler (FW) von überfüllten Mülleimern auf dem Parkplatz am Hohen Peißenberg berichtet, nun hat er mit seiner Familie eine eineinhalb Stunden dauernde Müllsammel-Tour unternommen.

Wie Höfler berichtete wollte er, selbst Landwirt und Anwohner am bayerischen Rigi, eigentlich „nur“ seine Wiesen vom Müll befreien, damit er später den Müll nicht im gemähten Gras wiederfindet. Dass sich daraus eine eineinhalbstündige Sammelaktion entwickelt, hatte er nicht erwartet. Im gesammelten Müll war „natürlich“ auch der Müll-Klassiker schlechthin enthalten: befüllte Hunde-Kot-Beutel – ein Unding, den Hunde-Kot zwar in einen Plastikbeutel zu verpacken, diesen dann aber in der Natur zu entsorgen.

Bürgermeister Thomas Dorsch lobte in diesem Zusammenhang das Engagement der Bürger, die privat Müll sammeln und entsorgen. Ohne dieses Engagement wäre es nicht möglich Straßen und öffentliche Plätze sauber zu halten. Vor allem in Zeiten in denen Klima- und Umweltschutz wichtige politische und gesellschaftliche Themen sind. Noch besser als Müll zu entsorgen wäre es natürlich den Müll von vornherein zu vermeiden.

Sobald es corona-bedingt wieder möglich ist soll auch wieder ein Rama-Dama stattfinden. Dies sei, so Dorsch, in den letzten Jahren immer in Zusammenarbeit mit der Schule erfolgt. Auf diese Weise würden die Kinder schon von Anfang an für dieses Thema sensibilisiert.

Auch Vandalismus ist Thema

Zu zwei vandalistischen Ereignissen ist es Anfang Februar in Hohenpeißenberg gekommen. Eine der Taten wurde an der Hettenkapelle verübt, diese wurde mit satanistischen Motiven beschmiert. Zu einem weiteren Vorfall waren unbekannte Täter mutmaßlich vorsätzlich angereist. Die Randalierer, die mit dem Zug angereist , wurden bei ihrem zerstörerischen Streifzug teilweise beobachtet. Zerstört wurden Schneezeichen, der Schriftzug der Metzgerei Rohrmoser sowie ein neu angepflanzter Baum. Danach fuhren die Täter wieder mit dem Zug davon.

Susanne Löw

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