Dank Engagement und üppiger Förderung

Neuer Kohlgrabenweg als Meilenstein für Peitings Forst

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Kann losgehen: Martin Kainz (2. v. re.) und Sonja Scheurer (3. v. li.) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gaben mit Marktgemeinderatsmitgliedern und Waldeigentümern den Kohlgrabenweg frei.

Peiting – Unscheinbar schlängelt er sich durch den Peitinger Wald nahe Hohenpeißenberg. Doch beim am Mittwoch freigegebenen Kohlgrabenweg, der 1 850 Meter lang ist und 252 000 Euro gekostet hat, handelt es sich um ein bedeutendes Pilotprojekt.

Das 40 Hektar große Forstgebiet, das der Privatweg erschließt, sei bisher mangels Zufahrt „gar nicht oder sehr mühevoll durchgearbeitet“ worden, beschreibt Sonja Scheurer. Schuld: Weite Rückedistanzen. Entsprechend erleichtert ist die für das Revier Schongau-Ost zuständige Fachfrau vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) nun.

Denn schon 2006 sei es das Ziel ihrer Behörde gewesen, das Wegebau-Projekt zu realisieren. Doch die Ausgangslage war schwierig. Ganze 77 Beteiligte, vorrangig Privatleute, galt es zu überzeugen, Geld für die Erschließung ihrer 114 teils sehr kleinen Flurstücke in die Hand zu nehmen. Die Geduldsarbeit hat sich gelohnt: Rund 70 Prozent der Kosten stammen aus staatlichen Fördertöpfen. „Ein Wahnsinns-Zuschuss“, findet Michael Asam, Bürgermeister der Marktgemeinde Peiting, die als Bauträger fungierte.

Unter dem Strich bezahlt jeder Privateigentümer noch 2 700 Euro pro Hektar Wald. Das ist allerdings deutlich teurer, als die ursprünglich veranschlagten 2 000 Euro. Doch unter anderem anhaltende Nässe, eine erschwerte Zufahrt und unerwartet schwierige geologische Verhältnisse sorgten für eine deutliche Kostensteigerung.

„Es hat Nerven gekostet, doch das Ergebnis ist sehr gut“, freut sich Scheurer. Martin Kainz, Abteilungschef Wald im AELF bestätigt: „Seit 2005 war dies unser schwierigstes Projekt außerhalb des Hochgebirges.“ Nun gelte es, am Ball zu bleiben.

Denn neben der neuen Trasse gäbe es noch vier oder fünf alte Zufahrten, die dringend zu ertüchtigen seien. „Ziel ist, dass jedes Grundstück ordentlich bewirtschaftet werden kann“, so Asam.

ras

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