ALS stellt Liste für Stadtratswahl vor

Überraschung auf Platz drei

+
Die Kandidaten der ALS für die Stadtratswahl: (hi. v. li.) Irmgard Schreiber-Buhl, Siegfried Müller, Renate Müller, Andreas Ohr, Ursula Ritter, Markus Keller, Heike Rüther, Ernst Buhl, Werner Kjäer, Pia Jung; (sitzend v. li.) Tobias Kalbitzer, Bettina Buresch, Nina Konstantin, Gregor Schuppe. Es fehlen Carina Konstantin, Oliver Koch und Susanne Becker.

Schongau – 17 Kandidaten schickt die Alternative Liste im kommenden Frühjahr bei der Stadtratswahl in Schongau ins Rennen. Während die ersten beiden Plätzen erwartungsgemäß die beiden amtierenden Stadträtinnen Bettina Buresch und Nina Konstantin belegen, ist der ALS mit dem Kandidaten auf Platz drei eine Überraschung gelungen.

Gewöhnlich läuft die Aufstellung der Kandidatenliste für die Stadtrats- oder Gemeinderatswahl wie folgt ab. Die Parteien oder Listengruppen laden ihre Mitglieder zur Aufstellungsversammlung, in der öffentlich per Abstimmung die Listenplätze verteilt werden. Bei der Alternativen Liste in Schongau geht man dagegen schon immer einen anderen Weg. „Wir haben uns wie immer intern geeinigt“, berichtete Gregor Schuppe bei der Präsentation der fertigen Liste in der Blauen Traube. Die Aufstellung sei „total harmonisch“ verlaufen, „wir waren uns schnell einig“, so der ALS-Chef. 

17 Kandidaten finden sich darauf wieder, die ersten sieben Plätze seien doppelt besetzt, „damit wir die Liste vollbringen“, erklärte Schuppe, der selbst auf Platz vier antritt. Vor ihm findet sich – hinter den amtierenden Stadträtinnen Bettina Buresch und Nina Konstantin – die überraschendste Personalie: Tobias Kalbitzer, der bislang allein als unabhängiger Bürgermeisterkandidat von sich reden machte. 

Ist er damit auch der offizielle ALS-Mann für den Posten des Rathauschefs? „Nein“, versicherte Schuppe, „wir werden keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken.“ Es werde auch keine Wahlempfehlung für Kalbitzer geben, betonte Buresch. „Die ALS kann mit ihm wie auch mit allen Kandidaten der anderen Parteien gut leben. Sie verfolgen alle für uns akzeptable Ziele.“ Dies hätten bislang geführte Gespräche gezeigt. 

Wie aber ist der 27-Jährige dann auf der ALS-Liste gelandet? In einem Gespräch mit Landrat Friedrich Zeller, der wissen wollte, um wen es sich bei dem jungen Bürgermeisterkandidaten handelt, habe ihm dieser geraten, sich für einen Sitz im Stadtrat zu bewerben, erklärte Kalbitzer. Es wäre schließlich schade, wenn die Politikkarriere am 16. März schon wieder beendet sei, sollte es mit der Wahl zum Gemeindechef nicht klappen. „Dann habe ich das Gespräch mit Gregor Schuppe gesucht.“ 

Dass Feedback aus Reihen der ALS sei sehr positiv gewesen, berichtete der 27-Jährige, was auch der vordere Listenplatz zeigt. Rechtlich sei der Vorgang übrigens kein Problem, da es sich um zwei unabhängige Posten handle, sagte Schuppe. „Das haben wir mit der Stadt abgeklärt.“ 

Der Heilerziehungspfleger ist einer von acht Männern auf der Liste. Unter ihnen befindet sich überraschend auch Siegfried Müller. Der langjährige Stadtrat war erst 2012 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gremium ausgeschieden. „Mir geht’s wieder gut“, begründet der 68-Jährige seine Kandidatur auf Platz zwölf. Überhaupt ist seine Familie stark vertreten. Neben Müllers Frau Renate und Tochter Nina Konstantin tritt erstmals auch deren Tochter Carina zur Wahl an. Sie ist mit 20 Jahren die Jüngste und damit 56 Jahre jünger als der älteste Kandidat Werner Kjäer. Wer es letztlich in den Stadtrat schafft, wird sich zeigen. Schuppe: „Wir hoffen, dass es mehr werden, als es jetzt sind.“ Dann würde der ALS nämlich erstmals auch ein Ausschuss-Sitz winken.

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder

Kommentare