Gewachsenes Polster

Altenstadts »recht gute« Finanzen nach dem Haushaltsjahr 2020

Altenstadt Alpenstraßenkreuzung Schäfgasse Jahnstraße Neugestaltung Haushalt
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Die Neugestaltung der Alpenstraßenkreuzung zur Schäfgasse und Jahnstraße war eine der Investitionen 2020. Mehrere Querungshilfen wurden geschaffen, aber auch die Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge sichergestellt.

Altenstadt – So wie bereits in der angegangenen Woche bei der Gemeinderatssitzung im benachbarten Hohenfurch gab jüngst auch in Altenstadt Bürgermeister Andreas Kögl den Rechenschaftsbericht der Gemeinde für das Jahr 2020 bekannt. Sein Fazit: „Wir stehen recht gut da“. Wobei das von manch anderer Gemeinde im Land womöglich als bescheidene Untertreibung empfunden werden mag. 

Der Verwaltungshaushalt der Gemeinde lag mit einem Gesamtvolumen von 6.300.067 Euro um 0,49 Prozent über dem Ansatz des Jahres 2019; jenes des Vermögenshaushalts mit 3.062.200 Euro um fast 19 Prozent über dem des Haushaltsvorjahres. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungs-maßnahmen waren im Haushalt 2020 nicht vorgesehen.

Zu Beginn des Haushaltsjahres betrug der Schuldenstand der Gemeinde 1.170.771 Euro. Bei 3.496 Einwohnern entsprach dies rechnerisch einer Verschuldung von 334,89 Euro pro Kopf. Im Jahresergebnis weist der Haushalt 2020 Soll-Einnahmen und Soll-Ausgaben im Verwaltungshaushalt von 7.324.692 Euro und im Vermögenshaushalt von 3.305.288 Euro auf. Zum Jahresende lag der Schuldenstand nurmehr bei 1.009.360 Euro. Bei beinahe gleicher Bevölkerungszahl verringerte sich damit die Pro-Kopf-Verschuldung um 45,76 Euro auf 289,13 Euro.

Dem Vermögenshaushalt konnten im Jahresverlauf 88.547 Euro zugeführt werden. Im betrachteten weiteren Finanzzeitraum 2021 bis 2023 werden es jeweils über 130.000 Euro sein.

Gewachsenes Polster

Die die Liquidität der Gemeindekasse sichernde allgemeine Rücklage konnte von Beginn des Jahres bis zu dessen Ende um mehr als 480.000 Euro auf über 4.400.000 Euro erhöht werden. Darin enthalten ist auch die Rücklage für Straßensanierungen aus dem Anteil der zu Beginn 2019 durchgeführten Grundsteuer-Erhöhung. Hier betrug die Rücklage im Januar 2020 etwas mehr als 55.000 Euro, am Jahresende war sie mit über 113.000 Euro mehr als doppelt so hoch.

Bei den nur in ganz bestimmten Fällen zulässigen Sonderrücklagen hatte die Gemeinde bei der Abwasserbeseitigung am Jahresende 2020 mit annähernd 395.000 Euro fast 135.000 Euro mehr Rücklagen geschaffen als noch zu Jahresbeginn. Hingegen sind die Sonderrücklagen bei der Wasserversorgung von 63.420 Euro auf knapp über 30.000 Euro gesunken.

Schwerpunkt Straßenbau

Die Investitionen im Jahr 2020 beliefen sich einschließlich der gewährten Investitionszuschüsse auf 987.133 Euro. Die Investitionsschwerpunkte lagen mit etwas über 415.000 Euro beim Straßenbau einschließlich Baunebenkosten. Weitere gut 117.000 Euro fanden beim örtlichen Bauhof und der Beschaffung eines Schleppers Verwendung.

Manfred Ellenberger

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