Konzept vorgestellt

ALS wirbt für den "Lechpark"

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Lechpark Schongau: Mit ihrem Konzept will die ALS Eisstadion, Bikepark und Plantsch unter einen Hut bringen.

Schongau – Noch ist unklar, wie es mit dem teilweise baufälligen Schongauer Eisstadion weitergeht. Auch hinter dem geplanten Bikepark auf der nebenan gelegenen Schärfls Halde steht derzeit ein dickes Fragezeichen. Wie die Zukunft des Areals aussehen könnte, hat sich jetzt die ALS Gedanken gemacht.

Das Konzept trägt den Namen „Lechpark Schongau“ und soll gleich mehrere Probleme auf einmal lösen. Die Idee dazu sei bei einer Sitzung entstanden, als man über die Probleme des Schongauer Eisstadions gesprochen und sich über die Verschiebung des Bikeparkbaus geärgert habe, erklärt ALS-Vorsitzender Gregor Schuppe. Beide Anlagen spielen in den Überlegungen der Alternativen Liste eine gewichtige Rolle, denn der Lechpark Schongau soll als Sportareal den Bikepark, das Schwimmbad Plantsch und die Eishalle vereinen. 

Besonderer Clou: Letztere soll im Sommer als Standort für den Skaterpark dienen, für den die Stadt bislang vergeblich einen geeigneten Ort gesucht hat. Zentraler Bestandteil des Konzepts ist außerdem die Erweiterung der Eisstadion-Gaststätte, die die einzelnen Elemente verbinden soll. 

Schuppe und seine Mitstreiter halten die Umsetzung finanziell für machbar. „Das Geld für den Bikepark ist da. Die 150000 Euro müssen unverzüglich ohne jahrelange Wartezeit auf eventuelle Zuschüsse freigegeben werden“, fordert er. Was die Eishalle angeht, plädiert die ALS für eine Übernahme durch die Stadt. Dadurch könnten die bislang jährlich gezahlten Zuschüsse als Investitionen verrechnet werden. Die vermutlich sehr teure, aber nötige Instandsetzung erscheine mit Aussicht auf eine veränderte Nutzung als Teil des Lechpark-Areals vertretbarer, da deutlich mehr Menschen die Halle ganzjährig nutzen würden. 

So schwebt Schuppe vor, dass das Plantsch künftig spezielle Kombitickets verkauft (Bike & Plantsch, Skat & Plantsch). Die bestehende Gastronomie der Eishalle will die ALS deutlich aufwerten und um eine großzügige Dachterrasse erweitern, die direkt mit dem Bikepark verbunden ist. Auch ein Anschluss ans Plantsch ist angedacht. Die höheren Pachteinnahmen und die Eintrittsgelder würden dabei helfen, das jährliche Minus des Eisstadions und des Bades zu verringern, betont der ALS-Vorsitzende. 

Ein Grund, warum der Bauausschuss jüngst das Projekt Bikepark verschoben hat, ist die mögliche Lärmbelästigung der Anwohner. Das will Schuppe allerdings nicht gelten lassen. Da die Biker auf Naturgrund fahren, sei der dadurch zu erwartende Lärm gering, betont er. Was die Gesprächslautstärke im Park und bei der Außengastronomie betrifft, verweist der ALS-Vorsitzende auf die gesetzlichen Öffnungszeiten. Auch der Lärm, der durch die Skater entstehe, spiele keine Rolle, da dieser durch die einseitige Öffnung der Halle nur in Richtung Lech ausstrahle. „Grundsätzlich muss außerdem die geringe Zahl der Anwohner mit der großen Zahl der Profitierenden in Relation gesetzt werden“, stellt Schuppe fest. 

Die ersten Reaktionen auf das Konzept seien durchwegs positiv, berichtet der Vorsitzende. Er ist sich sicher, dass Schongau dadurch ein Alleinstellungsmerkmal erhalten würde, das neue Besuchergruppen anziehe. Entscheiden freilich muss der Stadtrat.

Christoph Peters

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