Am Kalvarienberg

Maroder Weg zur Mariengrotte

Mariengrotte Kalvarienberg Peiting Treppen
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Der Weg zur Mariengrotte am Kalvarienberg muss erneuert werden.
  • vonRasso Schorer
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Peiting – 63 Stufen sind es an der Treppe, die zur Mariengrotte in Peiting führt. Dazu kommen oben acht Stufen mit sechs Metern Breite, die sich zum Vorplatz der Grotte weiten. Diese Anlage wird heuer erneuert. Das Projekt nimmt der gemeindliche Bauhof selbst in die Hand. Auch das Geländer, das nicht mehr schön ist, wird ausgetauscht.

Die Betonblockstufen an der Treppenanlage werden herausgenommen. Eingebracht werden stattdessen Granitsteine. Die Treppe, die bisher zwei Meter breit ist, wird etwas schmäler gestaltet. Künftig sind es 1,50 Meter, wie Tim Osterhaus, der Leiter des Bauhofs, im Corona-Ausschuss des Marktgemeinderates schilderte.

Die acht Räte im Ausschuss und der Bürgermeister haben dem Vorhaben zugestimmt. Auch die Bepflanzung wird geändert. Die Weißdornhecke (Bürgermeister Peter Ostenrieder schmunzelnd: „Das war ein Dornenweg“) wird entfernt.

Wie Bauhofleiter Osterhaus berichtete, fand bereits ein Ortstermin statt. Daran hatten einige Anwohner, aber auch Jürgen Schallhammer vom Verschönerungsverein und Ortsheimatpfleger Gerhard Heiß, teilgenommen.

Die Kosten für das Material bezifferte der Bauhofchef auf 16.500 Euro. Im Haushalt für 2021 war sogar ein Betrag von 25.000 Euro vorgesehen. Die Arbeiten werden Männer vom gemeindlichen Bauhof ausführen. Osterhaus lobte die leistungsfähigen Auszubildenden, die da kräftig mit anpacken können. Es würden aber an dem steilen Gelände Hilfsmittel wie ein Motorschubkarren eingesetzt.

Der Zahn der Zeit

An der Treppenanlage nagt der Zahn der Zeit. Die Stufen seien „nicht so sicher, wie sie sein sollen“, beschreibt es Tim Osterhaus. Der Frost habe dem Sandstein zugesetzt. Überhaupt sei der Hang in Bewegung, dadurch würden sich die Betonstufen verschieben.

»Nicht viel zu retten«

Auf die Frage von Thomas Elste (Grüne), ob auf eine komplette Erneuerung verzichtet werden könne und sich einige Bereiche sanieren ließen, antwortete der Bauhofleiter, dass bei den Sandsteinstufen im oberen Bereich „nicht mehr viel zu retten ist“. Außerdem würde bei der Erneuerung eine aktuelle Bauweise angewendet. Der Fachbegriff dafür sind die Stellstufen, die ineinander greifen. Deswegen sei es schwierig, altes und neues Material miteinander zu verbauen.

„Wenn mer was machen, dann mach mers gscheit“, bekundete Andreas Barnsteiner (BVP). Schließlich habe so ein Granit­stein eine Lebensdauer von vielen Jahrzehnten. Bürgermeister Peter Ostenrieder wies darauf hin, dass die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel nicht weit von der Treppe zur Mariengrotte bereits den Weg zum Schützenhaus instandgesetzt habe. Die Raiffeisenbank ist dort Grundeigentümerin.

Die Mariengrotte wurde Ende des 19. Jahrhunderts über den Dächern von Peiting am Kalvarienberg errichtet – als Nachbildung der berühmten Grotte im südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes. Der untere Abschnitt des Weges, der an der Oberen Straße in der Ortsmitte beginnt, ist asphaltiert. Dann kommen die 63 Stufen. Die Mariengrotte mit dem Vorplatz ist nicht nur ein schöner Aussichtspunkt über der Ortschaft; sie ist auch Ausgangspunkt für den Kreuzweg auf dem Kalvarienberg.

Johannes Jais

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