Erfolgreicher Steckverbinder-Hersteller in Peiting

ept schafft Platz

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Der Pfeil zeigt nach oben – Geschäftsführer Thomas Guglhör bei der IHK-Versammlung.

Peiting – Der rasante Zuwachs in der Produktion und bei der Mitarbeiterzahl – mit knapp 500 Beschäftigten ist die Firma ept in der Marktgemeinde Peiting nach Herzogsägmühle der zweitgrößte Arbeitgeber – führt zu enormem Platzbedarf. Daher wird nicht nur an der Fertigungshalle angebaut. Zusätzlich soll auf der Nordostseite ein Bürotrakt entstehen. Und südlich des Firmengeländes wird eine Lagerhalle errichtet.

Zu dieser Erweiterung informierte Geschäftsführer Thomas Guglhör, als neulich der Regionalausschuss Weilheim-Schongau bei der ­Industrie- und Handelskammer seine Sitzung bei der Firma ept abhielt und das Thema Flächenverbrauch im Mittelpunkt stand. Guglhör schilderte dabei, dass der Produktionsbereich auf der Ostseite heuer um zirka 4.000 Quadratmeter erweitert werde. Dabei werde u.a. die Lehrlingswerkstatt – in Peiting sind es 69 Auszubildende, im Stammwerk in Buching 31 – aus dem bestehenden Gebäude in den neuen Bereich verlagert.

Ebenfalls noch heuer soll eine Industriehalle für Lagerzwecke hochgezogen werden, wie der 50-jährige Geschäftsführer dem Kreisboten auf Nachfrage sagte. Diese wird südlich der August-Moralt-Straße errichtet. Dort hatten mehrere Käufer ein Grundstück erworben, das früher die Firma UPM für ihren Standort in Schongau als Lagerfläche nutzte.

Eigentümer sind nun Schotten & Hansen (Holzverarbeitung), der Markt Peiting (mit zwei Grundstücken), die Firma ept und Metallbau Breidenbach, wie Bürgermeister Michael Asam bei der Sitzung des IHK-Regionalausschusses erwähnte. Das Areal für die Lagerhalle stellt wiederum der Markt Peiting für ept zur Verfügung.

Der Bürokomplex

„Das wird noch eine Herausforderung“ – mit diesem Satz blickte Geschäftsführer Guglhör auf die nächste Erweiterung des Bürokomplexes voraus. Diese soll 2019 angegangen werden, sei aber mit Blick auf die Nähe zur Bergwerkstraße und zu benachbarten Betrieben ein schwieriges Unterfangen. Doch der Platz für die Ingenieure sei knapp; er habe sein eigenes Büro geräumt, um dort vier Mitarbeiter unterzubringen, und dafür seinen Schreibtisch in ein kleines Zimmer verlegt. Für diesen mehrstöckigen Bürotrakt wird die Firma ept ungefähr 1,5 Millionen Euro investieren.

Ept stellt elektrische Steckverbindungen her, die in Steuergeräte eingebaut werden. Große Abnehmer sind z.B. Continental oder Ford. Für heuer rechnet das Unternehmen, das Standorte in Peiting, Buching (110 Mitarbeiter) und in Augsburg hat sowie in Habartov (das ist in Tschechien im Kreis Karlsbad), in China und in den USA, mit einem Umsatz von 154 Millionen Euro. Letztes Jahr waren es 132 Millionen Euro. Insgesamt sind es zurzeit knapp 1.200 Mitarbeiter.

Die Firma ept verweist auf jährlich zehn Milliarden galvanisierte Stanzkontakte. Daraus werden 200 Millionen Steckverbinder hergestellt – zunehmend ohne Lötkontakte, sondern mit der Methode des Verpressens. Dafür werden 6.000 Tonnen Kupferlegierungen im Jahr verarbeitet.

Dennoch bekundet Thomas Guglhör, der zusammen mit seinem Bruder Klaus und seiner Mutter Gesellschafter bei ept ist: „Wir besetzen eine ganz schmale Nische.“ Insgesamt gebe es im Markt der Steckverbindungen 1.500 Hersteller. Dabei würden die größten zehn Firmen zwei Drittel des Umsatzes abdecken. Der größte Player auf diesem Markt ist das Unternehmen Tyco mit weltweit gut 100.000 Mitarbeitern, wovon die Hälfte in China zu Hause ist. Punkten könne ept bei dieser Konkurrenzsituation nur mit Produkten „im Qualitätssegment“. 

jj

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