Ans Glasfasernetz

108 Kilometer Kabel

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Die Bürgermeister von Rottenbuch und Böbing Markus Bader und Peter Erhard (mit Spaten, v. links) freuen sich auf schnelleres Internet in ihren Gemeinden.

Böbing/Rottenbuch – Bei zweistelligen Minustemperaturen muss ein symbolischer Spatenstich eben schnell über die Bühne gehen, so wie am vergangenen Dienstag in Böbing. In der Gemeinde, ebenso wie in der Nachbargemeinde Rottenbuch, startet nun der Glasfaserausbau für schnelleres Internet. Zuvor konnten sich alle interessierten Bürger in der Böbinger Schule über das Vorhaben informieren.

Bei den ersten Kommunen vorne mit dabei bayern-, wenn nicht gar deutschlandweit, sah sich Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader. Neben dem millionenschweren Projekt Echelsbacher Brücke, ist der Breitbandausbau ein weiteres Großprojekt für die Kommune. Unterstützt werden die beiden Gemeinden vom Bundesförderprogramm. Trotzdem bleiben für Rottenbuch noch 500.000 Euro zu finanzieren. „Das ist kein Pappenstiel“, so Bader. Auf Böbing kommen Kosten in Höhe von 300.000 Euro zu.

Arbeiten beginnen

Insgesamt sollen in den beiden Gemeinden 108 Kilometer Glasfaser verlegt werden. 551 Gebäude können so mit schnellerem Internet versorgt werden, informierte Ralf Niepel, Regio Manager der Deutschen Telekom. „Anfang nächsten Jahres soll gesurft werden“, so Niepel. Mit den Arbeiten wird jetzt begonnen. Wer einen Hausanschluss will, muss diesen nur beantragen. Kosten dafür kommen auf den Hauseigentümer nicht zu.

Durchgeführt werden die Arbeiten von der Firma Nibler ­GmbH, die die Ausschreibung gewonnen hat. Das Unternehmen ist ausschließlich auf Kabel spezialisiert und das Projekt um Böbing und Rottenbuch gehöre zu den größeren Vorhaben, die die Firma betreut, so der technische Leiter Dieter Strohmaier. Deshalb bat er auch die anwesenden Bürger um Geduld.

Auf dem Weg ins „Glasfaser-Zeitalter“ wolle man jedoch keinen Radius ziehen, betonte Böbings Bürgermeister Peter Erhard. Ähnlich sah es auch Kollege Bader und stellte einen Vergleich mit dem im Rottenbucher Rathaus geplanten behindertengerechten Lift her: „Das ist gesellschaftliche Teilhabe“, so das Gemeindeoberhaupt. Übertrage man dies nun aufs Breitband würden sich die Kosten wieder relativieren: „Vielleicht kann dadurch beispielsweise jemand länger in seinem Zuhause bleiben, ohne ins Heim zu müssen.“

Astrid Neumann

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