Richtige Schlüsse

Hochwasserschutzmaßnahmen im Voralpenland zeigen Wirkung

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Bis zur Mitte der Woche stiegen die Pegel – auch die der Schönach. Dass es im Voralpenland zu keinen großen Schäden kam, führt das Wasserwirtschaftsamt Weilheim auf die Wirksamkeit getroffener Schutmaßnahmen zurück.

Landkreis – Auf den Tag genau 20 Jahre nach der Pfingstkatastrophe 1999 ist das Voralpenland am Anfang vergangener Woche wieder von einem Hochwasser heimgesucht worden. Die Lehren, die man damals gezogen hatte, haben nun aber Schlimmeres verhindert.

Der Schwerpunkt der Regenfälle lag diesmal in der Jachenau und im Bereich Bad Tölz, wo zwischen Montagfrüh und Mittwoch rund 200 Liter pro Quadratmeter niedergingen. Isar, Loisach und auch Ammer schwollen daraufhin – teilweise in Kombination mit abtauendem Schnee – schnell und stark an und erreichten Abflüsse, die an einigen Pegeln die Meldestufe 3 überschritten. So blickt das Wasserwirtschaftsamt Weilheim auf die Tage zwischen Wochenende und -mitte zurück.

Doch die Schutzmaßnahmen, die in den letzten 20 Jahren mit einem Investitionsvolumen von rund 325 Millionen Euro durchgeführt worden waren, zeigten Wirkung. Der Sylvensteinspeicher konnte die Zuflüsse von bis zu 430 Kubikmeter pro Sekunde – solche Zahlen treten statistisch etwa alle fünf Jahre einmal auf – auf derer 50 reduzieren.

Zu Beeinträchtigungen der Infrastruktur wie Straßen- oder Bahnverbindungen kam es somit nur vereinzelt. „Die starken Niederschläge an einzelnen Stationen zeigen aber auch, dass es keinen absoluten Schutz vor Hochwasser gibt“, fasst das Wasserwirtschaftsamt zusammen. „Hierfür sind bauliche Vorkehrungen oder eine Elementarversicherung notwendige beziehungsweise sinnvolle Ergänzungen.“

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