Von Straubing in den Pfaffenwinkel: 

Impulse für die Kirchenmusik im Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg

Annette Müller Kirchenmusikerin Pfarrverband Peiting/Hohenpeißenberg
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Sie ist ab August 2021 die Kirchenmusikerin im Pfarrverband Peiting/Hohenpeißenberg: Annette Müller, die in Oberfranken aufgewachsen ist und jetzt von Straubing in den Pfaffenwinkel wechselt.
  • VonJohannes Jais
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Peiting/Hohenpeißenberg – Nach 13 Jahren in Straubing, wo sie an der Basilika St. Jakob und zudem als Dekanatskirchenmusikerin tätig war, vollzieht Annette Müller einen beruflichen Wechsel. Ihre neue Stelle tritt sie ab 1. August im Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg an. Die Zeit in Straubing hat sie als bereichernd empfunden. Doch nun geht ein Abschnitt zu Ende. Die Corona-Krise hat den Wunsch nach Veränderung noch befeuert.

„Neben dem Orgelspiel liegt mir die Chorarbeit sehr am Herzen“, bekundet Annette Müller, die selbst gern singt. Sie ist davon überzeugt: „Auch in diesem Bereich tut Dynamik gut.“ So beschreibt sie es im Gespräch mit dem Kreisboten. Sowohl für die Sängerinnen und Sänger als auch für sie als Chorleiterin könne Veränderung nur eine Bereicherung bedeuten, blickt die neue Kirchenmusikerin voraus.

Annette Müller, die aus Oberfranken stammt, ist Nachfolgerin von Hermann Mergler, der über 30 Jahre Kirchenmusiker in Peiting war und heuer im Frühjahr verabschiedet wurde. Der Unterschied ist, dass sie nunmehr für den gesamten Pfarrverband, also sowohl für Peiting als auch für Hohenpeißenberg, zuständig ist. In beiden Gemeinden sind es gut 8.000 Katholiken.

»Herausgestochen«

Unter einigen guten Bewerbern sei Annette Müller nochmals „herausgestochen“. Diesen Eindruck hatte Kirchenpfleger Erwin Walk aus Peiting im Auswahlverfahren. Aus sieben Interessenten habe man zwei Frauen und einen Mann dazu eingeladen, mit dem Chor eine Probe zu halten, eine Abendmesse an der Orgel zu gestalten und ein Gespräch mit Verantwortlichen aus dem Pfarrverband zu führen. Mit dabei in der Runde waren vier Sängerinnen und Sänger aus dem Kirchenchor.

Annette Müller wird in Peiting eine Wohnung beziehen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt die 44-jährige Musikerin, dass sie ungebunden sei und deshalb den Schritt zu einer neuen Herausforderung familiär ohne großen Aufwand machen könne. Außerdem sei sie naturverbunden, bekennt sie; die grüne Landschaft im Pfaffenwinkel und die Nähe zu den Bergen wisse sie am neuen Wirkungsort zu schätzen.

Die Musikerin stammt aus der Nähe von Coburg. Ihre Gymnasialzeit hat sie in Bamberg verbracht. Früh war sie mit Kirchenmusik in Berührung gekommen, da ihre beiden Brüder in Domchören sangen: der eine bei den Regensburger Domspatzen, der andere bei den Limburger Domsingknaben. Sie selbst hat sich bei der Diözese für die Ausbildung zur Organistin angemeldet. Außerdem sang sie in der Mädchenkantorei am Bamberger Dom.

Der Werdegang

An der Fachakademie für Kirchenmusik in Regensburg hat Müller nach vier Jahren die Kirchenmusik-B-Prüfung und nach einem weiteren Jahr das Diplom zum Musiklehrer im Fach Orgel abgelegt. Nebenbei trat sie die erste Stelle als Chorleiterin an. Nach dem Abschluss dieses Studiums wollte die junge Frau noch andere Interessen pflegen. Sie begann, in Bamberg Geschichte und Philosophie zu studieren und wechselte dann an die Ludwig-Maximilian-Universität in München. Gleichzeitig trat sie die erste hauptamtliche Stelle als Kirchenmusikerin in Glonn an.

Schließlich packte sie doch noch einmal die Lust am Musikstudium. An der Hochschule für Musik und Theater in München konnte Annette Müller ihre Fähigkeiten in den Fächern Orgel, Chorleitung, Gregorianischer Choral, Klavier, Gesang und anderen Bereichen vertiefen. Nach zwei Jahren krönte das Kirchenmusik-A-Diplom ihre Bemühungen.

2008 führte ihr Weg nach Straubing, wo sie als Kirchenmusikerin an der Basilika St. Jakob und als Dekanatskirchenmusikerin für das Dekanat Straubing tätig war. Zwischen 2014 und 2020 konnte sie die Planung und den Bau einer neuen Orgel für die Basilika begleiten.

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