Wortmeldung im Gemeinderat

"Haus der freien Liebe" für Peiting?

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Die Wortmeldung komme dem Wunsch mehrerer Peitinger Männer entgegen, hieß es.

Peiting – Aufhorchen hat die Peitinger Gemeinderätin Silvia Ruhfass-Bückle mit ihrer Wortmeldung am Ende der ersten Gemeinderatssitzung im Januar 2019 lassen: Ein „Haus der freien Liebe“ in der Marktgemeinde – diese Anregung hätten einige Bürger aus Herzog­sägmühle und aus Peiting an sie herangetragen.

Ruhfass-Bückle wollte diesen Wunsch, den einige Männer vorgebracht hätten, einfach mal im Gemeinderat vorbringen. Es handle sich nicht um einen Antrag von ihr, sondern um den Wunsch einiger Bürger, präzisierte sie am Mittwoch gegenüber dem Kreisboten.

Die Gemeinderätin der Grünen arbeitet selbst in den Herzogsägmühler Werkstätten. Sie verwies im Gemeinderat darauf, dass im Diakoniedorf Herzog­sägmühle, das auch Ortsteil der Marktgemeinde ist, zahlreiche Männer ohne Partnerin wohnen und einige zum Beispiel die Weihnachtsfeiertage überwiegend allein verbracht hätten.

"Delikate Sache"

Dies sei eine „delikate Sache“, befand Bürgermeister Michael Asam zu einem „Haus der freien Liebe“. Die Marktgemeinde könne so ein Anliegen „nicht erfüllen“. Wissen muss man in dem Zusammenhang, dass es eine Verordnung der bayerischen Staatsregierung gibt, wonach es in Gemeinden bis 30.000 Einwohnern verboten ist, der Prostitution nachzugehen.

Ein gewerbliches Bordell wird also in der Marktgemeinde mit ihren 11.500 Einwohnen nie erlaubt sein.

Keine Chance auf Bordell

Auch ein Verweis auf das Mittelzentrum Schongau/Peiting/Altenstadt hilft Befürwortern nicht weiter. Erstens haben die drei Orte zusammen nur 27.500 Einwohner. Und zweitens ist für ein Bordell die Einwohnerzahl eines jeden einzelnen Ortes maßgebend. 

jj

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