Bauausschuss treibt Lechberg-Sanierung voran

Fluch und Segen für Schongau

+
38 Meter für knapp 590.000 Euro: Der Schongauer Lechberg muss saniert werden.

Schongau – Verdrückungen, Risse in Fahrbahn und Gehweg sowie ein instabiler Untergrund. Am Schongauer Lechberg stehen dringende Arbeiten an. Bei der Bauausschusssitzung am vergangenen Dienstag wurde die nächste Etappe auf dem Weg zur Sanierung genommen.

In einer Sitzung Mitte Dezember hatte sich der Stadtrat bereits mit Vorplanungen beschäftigt und sich für eine Variante mit aufgelöster Bohrpfahlwand entschieden. Nun bekam der Bauausschuss weitere Details vorgelegt. Diese enthielten umfangreichere Berechnungen zu Statik und Kosten. Der Vorschlag des Stadtrats, den Kurvenverlauf in die Einmündung Bahnhofstraße anzupassen, ist ebenso enthalten, wie die neu-angepasste dortige Querung.

„Wir haben uns der Sache angenommen“, sagte Holger Thei­sen vom Ingenieurbüro Schneider & Theisen. „Die Kurve macht aktuell schlagartig zu und drängt nach links“; sie solle aufgeweitet werden. Rund um die Querung zur Bahnhofstraße hin herrsche ein „großer Kuddelmuddel“, den es zu korrigieren gelte.

570.000 Euro waren für das Maßnahmenpaket im Haushalt eingeplant worden, auf schätzungsweise 590.000 Euro wird sich das Maßnahmenpaket nach neueren Schätzungen belaufen – auch aufgrund der Anregungen des Stadtrats und weil das am aufwendigsten herzurichtende Stück anders, als ursprünglich angenommen, auf 38,5 statt 34 Metern zu sichern ist.

Allerdings könnte es auch noch teurer werden. Bei der Kosten-

explosion in der Baubranche sei noch kein Ende in Sicht, so Thei­sen. Viel Geld für so ein kurzes Stück Straße, fand Friedrich Zeller, der Ilona Böse (SPD) vertrat. So schön die Topographie Schongaus sei, so bedinge sie auch einen „finanziellen Kraftakt“. An der Notwendigkeit der Maßnahme hegte aber niemand Zweifel, der Bauausschuss sprach seine Zustimmung zur Entwurfsplanung mit 8:0 Stimmen aus. Das Ingenieurbüro kann sich nun der nächsten Planungsstufe widmen.

Theisen will Ende der Woche die Ausschreibung starten, die Submission könne Ende März erfolgen. Beim Baubeginn hofft der Ingenieur auf einen Zeitpunkt knapp nach Ostern. Die Arbeiten dürften sich über drei Monate hinziehen, damit einher ginge eine dreiwöchige Komplettsperrung der Fahrbahn, die danach halbseitig geöffnet werden könne. Für Fußgänger bliebe der Lechberg derweil aber tabu. Eine kleine Hürde sieht Theisen noch: Das Zutun eines privaten Eigentümers, der vier Quadratmeter seines Grundstücks abtreten müsste, sei erforderlich. Ansonsten drohe eine Verschmälerung der Fahrbahn im Kurvenbereich.

ras

Auch interessant

Meistgelesen

Heißes Eisen Hol- und Bringzone
Heißes Eisen Hol- und Bringzone
Abschied von der "schönsten Kaserne Deutschlands"
Abschied von der "schönsten Kaserne Deutschlands"
Erneute Eröffnungsfeier für Hohenpeißenberger Ortsumfahrung
Erneute Eröffnungsfeier für Hohenpeißenberger Ortsumfahrung
Niederschlag nach Autopanne
Niederschlag nach Autopanne

Kommentare