Bock auf die Krone

Endspurt in der Wahl zur Bierkönigin

Brauhaus Prinzessinenbock Bader Sluyterman Albrecht
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Bürgermeister Falk Sluyterman (links) zapfte den umbenannten Maibock an, Bierprinzessin Anna Bader und Brauer Stephan Albrecht assistierten.
  • VonRasso Schorer
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Schongau – Wenn die Gäste daheim vor dem Bildschirm sitzen, die Protagonisten über weite Teile der Veranstaltung Maske aufhaben und statt eines Festredners Seppl und Kasperle aufs aktuelle Geschehen blicken, dann lässt sich Corona nur schwerlich als Nebenthema deklarieren. Der Anstich des Prinzessinnenbocks am Samstag im Schongauer Brauhaus unternahm aber zumindest den engagierten Versuch, stattdessen den Schlussspurt einer besonderen Wahl in den Mittelpunkt zu rücken.

Dass der Maibock diesmal als Prinzessinnenbock firmiert, lieferte schon den entscheidenden Hinweis: Weil die Schongauerin Anna Bader Bayerische Bierkönigin werden will, drehte sich vieles beim Anstich um ihre Kandidatur für dieses Amt.

Neben ihrem Liveauftritt samt Verkostung auf der Brauhausbühne gab es unter anderem einen Einspieler, der im Gespräch mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß aufgezeichnet worden war. Das Fazit: Schade, dass die Aspirantin auf die Krone derzeit nicht im Bierzelt um die Gunst der Wähler bitten kann. Doch auch wenn die Umstände ungewöhnliche sind, der Titel der Bayerischen Bierkönigin wäre Bader eine große Freude – und dem Landkreis ein echter Gewinn, fand die Landrätin. Abgestimmt werden konnte bis zum heutigen Mittwoch um 12 Uhr, die endgültige Entscheidung fällt am 20. Mai.

Love Island im Wald

Sogar das Kasperle (Kabarettistin Martina Ottmann) legte sich für das Wohl der Bierprinzessin ins Zeug, vorher warf der ­Seppl aber noch einen Blick auf die „Kasperlestadt“, also Schongau. Dort fährt im Stadtbus künftig weitgehend gratis, wer ein Bayernticket vorweisen kann (wir berichteten). Ganz überzeugt davon war der Seppl aber nicht: „Der Stadtbus fährt so selten, da kann man gleich zu Fuß gehen. Und das ist dann ja auch kostenlos.“ Erstaunt zeigte er sich ferner, wie spontan in Schongau Parteiwechsel und Eheschließungen vonstatten gehen. „Oder, man meldet sich bei Love Island an“ – das habe die böse Hexe im Wald gegründet. Dass die Großmutter und die Gretl bei Seppls Auftritt nicht zugegen waren, lag daran, dass beide Müll einsammeln mussten. „Den schmeißen ein paar so Deppen überall hin.“

Insgesamt aber könne die Zahl an Missständen so groß nicht sein: „Wenns welche gäbe, würde sich ja jemand drum kümmern. Nachdem sich keiner drum kümmert, wirds auch keine geben.“ Zwar drohe die Gefahr, dass die Kasperlestadt ihre frische Luft verlieren könnte. Doch immerhin ziehe der Bürgermeister dagegen ja „ganz allein“ ins juristische Feld. Dieser, Falk Sluyterman, den der Seppl mittlerweile als „richtigen Youtuber“ einstufte, durfte dann zum Anstich schreiten, der zunächst allerdings misslang.

Den Grund fand Brauer Stephan Albrecht schnell: Auch auf dem dritten entsprechenden Termin, den die Gäste nur online verfolgen konnte, muss ein Anstich-Fluch gelegen haben.

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