AOK modernisiert Schongauer Geschäftsstelle

Moderner, ruhiger und diskreter

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Die alte Kundenhalle der AOK wird jetzt modernisiert.

Schongau – Die AOK investiert kräftig in ihre Schongauer Geschäftsstelle: Für 700 000 Euro wird das Gebäude in der Blumenstraße, das die Krankenkasse seit 1962 nutzt, modernisiert. Schon am Montag starten die Bauarbeiten. Mit dem Umbau reagiert die AOK auch auf Kritik ihrer Mitglieder, die sich über fehlende Privatsphäre in der großen Kundenhalle beklagt hatten. Auch was die Leitung der Geschäftsstelle angeht, gibt es Neuigkeiten.

In ihrer über 100-jährigen Geschichte ist die Schongauer Geschäftsstelle der AOK schon mehrmals umgezogen. Von der Weinstraße ging es 1922 in die Bahnhofstraße und von dort 1962 in die Blumenstraße, wo die Krankenkasse bis heute ihren Sitz hat.

Aus diesem Jahr stammt auch die Kundenhalle, wo sich die Mitarbeiter um Fragen und Nöte der Versicherten kümmern. Bis auf die Inneneinrichtung, die in den 1990er Jahren erneuert wurde, hat sich an deren Erscheinungsbild seit damals wenig geändert.

Größtes Problem neben dem hohen Lärmpegel in der offenen Halle ist die fehlende Diskretion. Immer mehr Versicherte hätten sich beklagt, dass Gespräche nicht vertraulich möglich seien, erklärte Beiratsvorsitzender Manfred Neupfleger beim Presstermin. Vor drei Jahren habe es deshalb erste Überlegungen gegeben, wie man das Problem lösen könne. „Wir haben dann festgestellt, dass Verbesserungen baulich bedingt nur mit einer größeren Maßnahme möglich sind.“

Wie diese genau aussieht, erläuterte Stephan Graf, als Bereichsleiter Verwaltung zuständig für den Umbau. So sollen fünf Glaskabinen eingebaut werden, in denen Versicherte künftig diskret beraten werden können. Durch diese Einhausung der Beraterplätze wird auch das zweite Problem gelöst: Der hohe Lärmpegel in der großen Halle dürfte deutlich sinken. Neu gestaltet wird auch der Eingangsbereich samt Info-Schalter.

Das Glaskabinen-Konzept ist eine Premiere für die AOK Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau. „Wir probieren das hier zum ersten Mal aus“, verriet Graf. Sollte sich das Vorgehen bewähren, könnten davon bald auch die anderen fünf Geschäftsstellen profitieren.

Rund 520 000 Euro sollte der Umbau inklusive Verbesserungen beim Brand- und Arbeitsschutz ursprünglich kosten. Dass die Maßnahme mit 700 000 Euro deutlich teurer wird, liegt laut Graf an der alten Decke der Kundenhalle, die die heutigen Anforderungen an die Statik nicht mehr erfüllt. Sie muss deshalb erneuert werden.

Während der Bauarbeiten, die am Montag beginnen und voraussichtlich bis November dauern, gehe der Betrieb natürlich in normalem Umfang weiter, betonte Reinhold Rosenauer. Der 39-jährige Peitinger ist seit kurzem neuer Leiter der Schongauer AOK-Geschäftsstelle und damit Chef der 20 Mitarbeiter. Einzige Änderung: Die Beratung der Versicherten findet dann anstatt in der Kundenhalle in dem dafür umfunktionierten Bewegungsraum im Anbau statt.

Christoph Peters

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