Neubau in der Liedlstraße

Die Arbeitsagentur zieht um

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Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl mit Anette Farrenkopf und Karl-Heinz Bornschlegl (beide Agentur für Arbeit) vor dem aktuellen Gebäude der Agentur für Arbeit in der Liedlstraße. Rechts daneben soll der Neubau entstehen.

Schongau – Jetzt ist es fix: Die Arbeitsagentur Schongau bekommt ein neues Zuhause. Die Stadt errichtet einen Neubau direkt neben dem aktuellen Standort in der Liedlstraße. 

Die gute Nachricht hatte Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl (SPD) Anette Farrenkopf schon am 23. Dezember am Telefon mitgeteilt. „Das war wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, verriet die Leiterin der Agentur für Arbeit Weilheim am Donnerstag bei einem Pressegespräch. 

Damit hat die provisorische Unterbringung im ehemaligen Gesundheitsamt bald endgültig ein Ende. Dorthin war die Geschäftsstelle der Arbeitsagentur Weilheim 2009 umgezogen, nachdem das bis dahin genutzte Gebäude an der Leithe einem Brand zum Opfer gefallen war. Schon damals war klar, dass der neue Standort nur eine Übergangslösung sein würde. 

Bei der Stadt habe man deswegen in den letzten Jahren überlegt, wie es weitergehen könnte, erklärte Gerbl. „Wir wollten die Arbeitsagentur unbedingt in der Altstadt halten. Sie ist ein wichtiger Frequenzbringer, schließlich kommen viele Leute aus dem ganzen Altlandkreis hierher.“ 

Was also tun? Eine Sanierung des alten Gebäudes sei aufgrund der hohen Kosten schnell vom Tisch gewesen, erläuterte das Stadtoberhaupt. So sei man letztlich bei einem Neubau gelandet. Dieser Plan wurde bereits vor einem Jahr öffentlich. Dass das Vorhaben jedoch erst jetzt konkret wird, hat einen städtebaulichen Grund. „Wir wollten ursprünglich eine große Lösung“, sagte Gerbl. Man habe daher mehrere Optionen geprüft, die sich gemeinsam mit dem Neubau hätten verwirklichen lassen. Doch die Pläne mit einem Partner platzten im Sommer.

Jetzt wird also erstmal nur ein neues Gebäude für die Arbeitsagentur entstehen, der Stadtrat hat den nötigen Planungsauftrag bereits vergeben. Schon bald sollen die ersten Pläne im Bauausschuss öffentlich vorgestellt werden. 

Bei Farrenkopf ist die Freude natürlich groß, dass ein Umzug endlich in greifbare Nähe rückt, löst er doch ein großes Problem: Bislang sind die Geschäftstelle der Agentur für Arbeit und das Jobcenter in der Christophstraße räumlich getrennt, weil der Platz im ehemaligen Gesundheitsamt nicht ausreicht. Das soll sich mit dem neuen Gebäude ändern. „Für uns schafft das Synergieeffekte und kurze Wege“, erklärte die Leiterin der Arbeitsagentur. „Und auch für die Kunden wird es einfacher.“ An der bestehenden Personalstruktur ändere sich nichts. 

Ab wann die Mitarbeiter in das neue Gebäude umziehen können, steht noch nicht fest. Ein Bezug vor 2015 scheint allerdings wenig wahrscheinlich. „Das hängt jetzt alles vom Architekten ab“, erklärte Gerbl. „Eines ist klar: Es wird leider nicht mehr in meiner Amtszeit geschehen.“

Christoph Peters

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