Realisierungswettbewerb als nächster Schritt

Platz für Ganztags-Unterricht an der Alfons-Peter-Grundschule

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Mehr Platz braucht man in der Alfons-Peter-Grundschule. Ein Architektenwettbewerb soll nun Vorschläge bringen.

Peiting – Ein Realisierungswettbewerb, zu dem vier bis sechs Architekten eingeladen werden, soll konkrete Vorschläge für die Erweiterung der Alfons-Peter-Grundschule in Peiting-Birkenried bringen. Die ist notwendig, weil fürs Angebot der Ganztagsschule dort mehr Platz benötigt wird.

Der Architektenwettbewerb, der neben einer gefälligen Gestaltung auch eine optimale Ausnutzung der lokalen Gegebenheiten und der Erweiterungsflächen auf dem Schulgelände zum Ziel hat, soll bis Mai 2019 abgeschlossen sein. Das gesamte Projekt, dessen Baukosten grob auf über zwei Millionen Euro veranschlagt werden, soll bis November 2020 zu Ende geführt, also in zwei Jahren bezugsfertig sein.

Die Gemeinderäte haben auf der letzten Sitzung dem Vorgehen zugestimmt, dass zur räumlichen Erweiterung der Offenen Ganztagsschule in Peiting-Birkenried ein Realisierungswettbewerb auf den Weg gebracht wird. Der ist freilich Voraussetzung dafür, dass der Staat für die Maßnahme überhaupt Zuschüsse gewährt.

Platz für Küche und Betreuung

Die Regierung von Oberbayern hat das Raumprogramm bestätigt. Soll heißen: Das Gebäude der Alfons-Peter-Schule soll um einen Austeilküchen- samt Essensbereich mit knapp 100 Quadratmetern erweitert werden. Hinzu kommt ein allgemeiner Bereich für die Ganztagsbetreuung, wofür eine Fläche von 180 Quadratmetern vorgesehen ist.

Die Gemeinde Peiting, die seit zwei Jahren keinen Marktbaumeister hat, zog in Vorbereitung dieses Themas Architekt Fritz Weinberger aus Schongau beratend hinzu. Der war sozusagen „Geburtshelfer“, um das Verfahren des Architektenwettbewerbes auf die Reihe zu bringen.

Notwendig ist freilich ein Projektmanager, der sich um die Abwicklung kümmert. Diese Aufgabe übernimmt Gerry Dolp aus Landsberg. Er war auf der letzten Sitzung des Marktgemeinderates anwesend und erläuterte das weitere Vorgehen.

Nach dem Beschluss des Gremiums, den Wettbewerb durchzuführen, werden in Abstimmung mit der Architektenkammer Bayern die Auslobungsunterlagen vorbereitet. Ferner wird eine Auswahl an regionalen Architekturbüros zusammengestellt. Auch geht es darum, bis Dezember einen Vorschlag zu bringen, wie die Jury besetzt wird. Dieser sollen zum einen fachliche Experten angehören, zum anderen aber auch aus jeder der Fraktionen ein Gemeinderat sowie der Bürgermeister.

Ganztagsangebot: Derzeit 70 Kinder

Die Verhältnisse an der Alfons-Peter-Grundschule am Kampfgartenweg in Birkenried sind nach wie vor beengt. Daran hat sich auch im zweiten Jahr nach Einführung des Ganztags­angebotes nichts geändert. Verbessert werden sollte vor allem die Situation, dass Kinder der Grundschule im Foyer des benachbarten Therese-Peter-Kinderhauses das Mittagessen einnehmen. Dafür seien zurzeit 70 Kinder angemeldet, berichtete Bürgermeister Asam.

Der Rathauschef erwähnte nicht nur, dass jetzt schon improvisiert werden müsse, sondern richtete den Blick in die Zukunft. Das Stichwort sei die Gebundene Ganztagsschule. „Damit müssen wir rechnen“, gab Asam zu verstehen. Im Gegensatz zur Offenen Ganztagsschule (OGTS), wo Eltern Betreuungsangebote für ihre Kinder freiwillig buchen können und die Schlusszeiten mit der Schule individuell festlegen, ist bei einer gebundenen Ganztagsschule eine Betreuung zeitlich für alle Kinder und Buben gleichermaßen fixiert.

Schwierig zu bewerten sei, wie sich in Zukunft die Schülerzahlen entwickeln, antwortete Asam auf einen Redebeitrag von Gemeinderat Norbert Merk (CSU), der das Stichwort einer Sprengeländerung ins Spiel brachte. Laut Merk sind es zurzeit an der Alfons-Peter-Grundschule gut 200 Erst- bis Viertklässler. Jeder Jahrgang sei also zweizügig und nicht, wie das schon mal der Fall war, dreizügig. Dann seien wohl Kapazitäten dafür da, eine Sprengeländerung vorzunehmen, meinte Merk.

Alfred Jocher (fraktionslos) nannte die Zahl, dass in Peiting zurzeit knapp 700 Buben und Mädchen die zwei Grundschulen und die Mittelschule am Ort besuchen. Anfang des Jahrhunderts seien es noch 900 Kinder gewesen. Dazu erklärte Bürgermeister Asam, die Lehrinhalte hätten sich wesentlich geändert; heutzutage habe man einen anderen Raumbedarf – auch für fachlichen Unterricht. Herbert Salzmann (SPD) erwähnte, dass seit drei Jahren die Geburtenzahlen in Peiting wieder steigen. Dies würde sich in einigen Jahren auf die Schülerzahlen durchschlagen.

Der Schlittenhügel im Wohnviertel

Ein Anliegen Jochers war es zudem, den Schlittenhügel an der Alfons-Peter-Grundschule zu erhalten. Der habe schon seine „Daseinsberechtigung“, kommentierte er. Asam meinte dazu, „den Schlittenhügel können wir notfalls woanders errichten.“ Herbert Salzmann bekundete, man solle sich in der Diskussion nicht verzetteln; der Gemeinderat habe die „grundsätzliche Entscheidung“ für einen Architektenwettbewerb zu treffen. Dieses Verfahren wird zu mehr als 50 Prozent durch die Regierung von Oberbayern bezuschusst.

jj

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