Ab Frühjahr:

Eine Servicestelle für Vereine

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Bürgermeister Falk Sluyterman bei der Vorstellung des Asylkoordinators Wolfgang Markus (rechts), dessen Aufgaben nun von der Verwaltung übernommen werden.

Schongau – Dass die Stadt seit Beginn des Jahres auf den Posten des Asylkoordinators verzichtet, hat bei den Asylhelfern teilweise zu Unverständnis geführt. CSU-Stadtrat Michael Eberle will deshalb, dass sich die Stadt nochmals mit dem Thema im Rahmen der Haushaltsberatungen auseinander setzt.

Doch dazu wird es voraussichtlich gar nicht kommen. Denn die Asylkoordination soll nun von der Verwaltung übernommen werden, wie Bürgermeister Falk Sluyterman auf Nachfrage des Kreisboten erklärt. Und nicht nur das: Ab Frühjahr will der Rathauschef eine Servicestelle für Vereine schaffen, die nicht nur für Asylhelfer, sondern auch für die rund 120 Vereine in der Lechstadt Ansprechpartner ist.

Asylkoordinator Wolfgang Markus hatte einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag. Er war auf geringfügiger Basis bei der Stadt angestellt. Seine Aufgabe sei es gewesen, die Helfer und Helferkreise zu koordinieren und miteinander zu vernetzen, erläutert Sluyterman. Mittlerweile habe sich die Zahl der Asylbewerber seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 von etwa 400 auf 188 halbiert. Außerdem seien die Strukturen nun vorhanden: „Die Helfer wissen mittlerweile, welche Räume ihnen beispielsweise für Deutschunterricht zur Verfügung stehen“, so der Rathaus­chef. Es gelte nun nur noch, das System am laufen zu halten.

Daher habe sich der Stadtrat vor Weihnachten auch mehrheitlich dafür entschieden, den Vertrag von Wolfgang Markus nicht zu verlängern. Die Aufgaben werden derzeit durch Personalüberhang in der Verwaltung übernommen. Der Vorteil für Sluyterman: Während der Öffnungszeiten ist im Rathaus nun immer jemand erreichbar. „Für die Helferkreise ist das eine Verbesserung.“ Die neue Vereins-Servicestelle, die ab Frühjahr geschaffen werden soll, steht dann allen für Fragen zur Verfügung, schließlich gebe es noch jede Menge andere Ehrenamtliche, so der Bürgermeister.

Im Übrigen habe er dieses Konzept auch erst den Asylhelfern vorgestellt. Dabei sei keinerlei Unmut spürbar gewesen. 

Astrid Neumann

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