Escape Room eröffnet in Altenstadt

60 Minuten bleiben zur Flucht

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Stecken hinter dem „Escape Room“, der derzeit in Altenstadt verwirklicht wird: Roman Bauer und Tobias Kalbitzer (v. li.).

Altenstadt – Sich selbst einer Grenzerfahrung aussetzen – das sei der Reiz eines sogenannten „Escape Rooms“, sagt Tobias Kalbitzer, Schongaus Zweiter Bürgermeister. Mit seinem Freund Roman Bauer eröffnet er im April selbst einen solchen Raum, in dem seine Gäste eine geschlagene Stunde Zeit haben, sich durch Lösen von Rätseln und Aufgaben zu befreien.

Auslöser der Idee war ein Firmenbesuch von Bauers Medienagentur im ­„Escape Room“ in Memmingen. „Roman war davon voll angetan“, berichtet Kalbitzer, der daraufhin vergleichbare Locations in München und Augsburg testete. „Das Thema hat uns dann nicht mehr losgelassen“. Beide waren Feuer und Flamme für das einstündige Rätselraten und entschlossen sich deshalb im Frühjahr, ein eigenes „Escape Room“-Projekt in die Wege zu leiten. Sie gründeten eine GbR und machten sich auf die Suche nach passenden Räumlichkeiten. Fündig wurden sei im ehemaligen Vatter-Betriebsgebäude in Altenstadt.

„Wir wollten unbedingt etwas vor Ort machen und unsere eigenen Ideen entwickeln“, erklärt Kalbitzer den Tatendrang. Noch in diesem Monat wollen sie eröffnen. Den ­Hobby-Kriminalisten der Region stehen dann drei „Fluchträume“ zur Verfügung, in denen verschiedene Fälle warten. Sicher werde es dabei Überschneidungen mit anderen „Escape Rooms“ geben, so die Initiatoren, größtenteils tüftle man aber selbst an den Aufgaben.

Gelöst werden die Rätsel in Gruppen von zwei bis sechs Personen, die beispielsweise Schlösser öffnen, theoretische und mechanische Aufgaben lösen müssen. Zuvor werden die Teilnehmer mit Augenbinde in den Raum geführt – ab dem „Go“ tickt die Uhr, die binnen einer Stunde abläuft. Dann muss der Fall aufgeklärt sein.

Dabei ist das Rätseln nichts für schwache Nerven, schließlich „soll man sich schon als Gefangener fühlen“, meint ­Tobias Kalbitzer. Wer sich jedoch selbst überschätzt oder eine klaustrophobische Attacke erleidet, für den gibt es im Raum einen Panik-Knopf. „Über Video-Überwachung sind wir auch stets beim Fall dabei, so kann nichts passieren“, versichert der 30-Jährige.

Der Trend „Escape Room“, den Kalbitzer als erfrischende Abwechslung zur virtuellen Welt an PC oder Handy empfindet, ist für die Region vorerst einmalig. Die nächsten Flucht-Locations sind erst im Radius von etwa 50 Kilometern zu finden. Preislich wollen die beiden Organisatoren mit Rabatten arbeiten – ab etwa 25 Euro pro Person, je nach Teilnehmeranzahl, kann man bald die Fälle beackern.

Marco Tobisch

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