Wohnen in Schongau-West

Auf dem Grundstück der neuapostolischen Kirche: Vier Wohnblöcke geplant

Auf dem Grundstück der neuapostolischen Kirche könnten drei Wohnblöcke gebaut werden, auf der sich anschließenden Grünfläche hin zur Schönlinder Straße soll ein weiterer entstehen. Die Zeder wird wohl weichen müssen.
+
Auf dem Grundstück der neuapostolischen Kirche könnten drei Wohnblöcke gebaut werden, auf der sich anschließenden Grünfläche hin zur Schönlinder Straße soll ein weiterer entstehen. Die Zeder wird wohl weichen müssen.

Schongau – Vier Wohnblöcke könnten künftig auf dem Grundstück der neuapostolischen Kirche in Schongau-West entstehen. Die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans hat der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme abgesegnet.

Gegenüber eines weiteren Nachverdichtungs-Projektes an der Schönlinder Straße, befindet sich das Grundstück der ehemaligen neuapostolischen Kirche. Hier könnten drei Baukörper entstehen, die um einen Hof angeordnet sind. Unter diesem Hof soll eine Tiefgarage angelegt werden, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich in der Sitzung erläuterte.

Ein weiterer Baukörper könnte auf der östlich angrenzenden Grünfläche gebaut werden. Die dort befindliche Buche sowie der Gehweg können erhalten bleiben, so Dietrich. Insgesamt sind so etwa 27 Wohneinheiten geplant.

Anders steht es um eine Zeder auf dem ehemaligen Kirchengrundstück. Sie wird der Bebauung wohl weichen müssen. „Ich kann mich mit dieser Planung nicht anfreunden“, warf daraufhin Bettina Buresch (Grüne) ein. In Zeiten des Klimawandels müsse man über jeden gesunden Baum froh sein, sagte sie. „Ich würde das gerne noch einmal im Stadtrat besprechen“, so Buresch weiter.

Der Stadtrat hatte im Juni den Beschluss gefasst, den Bebauungsplan aufzustellen. Das weitere Verfahren einschließlich Satzungsbeschluss wurde auf den Bau- und Umweltausschuss übertragen. „Eine nochmalige Behandlung durch den Stadtrat müssten Sie dort beantragen“, verwies Bürgermeister Falk Sluyterman Buresch an das große Gremium.

In die Höhe

Bureschs Vorschlag war dazu außerdem, die Grundfläche des einen Gebäudes zu verringern und die Geschossfläche dafür zu erhöhen, um die Zeder zu erhalten. Dafür müssten zwei weitere Geschosse sowie Staffelgeschosse draufgesetzt werden, verdeutlichte Dietrich. „Man müsste prüfen, ob das mit den Abstandsflächen dann überhaupt noch funktioniert“, so der Stadtbaumeister weiter. Weniger Baufläche beziehungsweise weniger Wohneinheiten hätten auch Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit.

Ziel und Zweck der Planung sei es, den im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) festgestellten Wohnflächenbedarf in der Stadt Schongau zu decken. Die Argumentation im Bauausschuss sei es doch gewesen, dass besser hier gebaut werden solle als auf der grünen Wiese, rief Dietrich in Erinnerung.

Mit der Gegenstimme von Bettina Buresch billigte das Gremium den Entwurf für die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 96 „Schongau West IV“ in der Fassung vom 22. Januar. Die Verwaltung wird nun beauftragt, die öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchzuführen.

Astrid Neumann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Marienheim: Kopfschütteln bei Diskussion um Einzäunung
Marienheim: Kopfschütteln bei Diskussion um Einzäunung
Haarraum-Home Schongau: Mobiles Haareschneiden made by Carina Schwarz
Haarraum-Home Schongau: Mobiles Haareschneiden made by Carina Schwarz
Neue Masten zwischen Peiting und Peißenberg
Neue Masten zwischen Peiting und Peißenberg
85 CO2-Ampeln für Schongaus Schulen und Kindergärten
85 CO2-Ampeln für Schongaus Schulen und Kindergärten

Kommentare