"Aufhören, wenn’s am schönsten ist" – Schongauer Berufsschulleiter Johann Klucker wurde feierlich verabschiedet

Damit die neue Schule gut wachse und gedeihe überreichte das Kollegium dem früheren Schulleiter Klucker symbolisch Pflanzendünger (v.li.): Johann Klucker, Monika Bronner und Karl-Heinz Brobeil. Foto: Jungwirth

Einen herzlichen Abschied bescherte das ehemalige Kollegium seinem früheren Schulleiter Oberstudiendirektor Johann Klucker. Dieser war zum ersten März an die staatliche Berufsschule mit angeschlossener Wirtschaftsschule Garmisch gewechselt und übt dort seitdem die leitende Funktion aus.

„Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören!“, sagte Klucker zu den rund 110 Gästen, die in der Aula des staatlichen Berufsschulzentrums Platz genommen hatten. Neben der Lehrerschaft waren auch zahlreiche Ehrengäste zu der Abschiedsfeier gekommen. Doch sein Ausspruch passe nicht ganz, meinte Klucker. Immerhin sei er nicht in den Ruhestand verabschiedet worden, sondern habe eine neue Herausforderung, nämlich die Leitung der Garmischer Berufsschule, übernommen. „Ich war gern hier“, gestand Johann Klucker. Über viereinhalb Jahre hinweg hatte er die Geschicke der Schule geleitet. Sein jetziger Vertreter, Studiendirektor Thomas Schütz, der die Schule derzeit kommissarisch leitet, wollte wissen: „Ist es Zufall, dass Du nach nur viereinhalb Jahren unsere Schule verlässt?“ Schütz lieferte die Antwort mit einem Filmzitat: „Master Oogway sagte – es gibt keine Zufälle“. In seiner Rede stellte Schütz die Stärken und Schwächen sowie die Charakterzüge seines früheren Chefs gegenüber. „Warum verlassen Sie diese Perle von einer Berufsschule?“, fragte Regierungsschuldirektor Michael Waidhauser. Klucker begründete dies mit der neuen Herausforderung, die auf ihn an der neuen Schule warte. Anerkennende Worte für Kluckers Wirken fanden Landrat Dr. Friedrich Zeller und die Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern, Heidrun Brugger. Die Vorsitzende des Personalrats, Erika Rohrmoser ging in ihrer Rede symbolisch auf die gärtnerischen Fähigkeiten des scheidenden Schulleiters ein. „Einen guten Gärtner erkennt man immer am Ergebnis seiner Bemühungen. Am Ende seiner Amtszeit sollen die Früchte hier im Haus mal genauer betrachtet werden“, sagte Rohrmoser. Unter anderem verwies sie darauf, dass unter Klucker aus den „Beruflichen Schulen Schongau“ das „Berufliche Schulzentrum“ geworden sei. Zudem habe das Haus in dieser Zeit zahlreiche Änderungen an den Gebäuden erfahren, wie neue Fenster, die Fassadendämmung oder das Projekt „Haus im Haus“. Damit der Schulbaum der Berufsschule in Garmisch auch so gut wachsen möge, überreichte das Kollegium dem ehemaligen Schulleiter einen Bio-Power-Pflanzendünger sowie eine Gartenschere und ein Lavendelspray. „Das Spray ist für Notfälle, die Gartenschere zum Stutzen von Wildwuchs und anderen unerwünschten Auswüchsen und der Dünger als Doping für kränkelnden Zartwuchs“, erklärte Erika Rohrmoser. Auch ein „Care-Paket“ durfte als Abschiedsgeschenk nicht fehlen, „falls die Köche in Garmisch doch nicht so gut sind wie ihr Ruf“, so Rohrmoser.

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