Infos fürs Miteinander

BBV-Kreisverband stellt Feldrandschilder vor

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Richard Huber (Kreisvorstandschaft) mit Tochter Annalena, Christine Sulzenbacher (Kreisbäuerin), Anita Weber (Kreisvorstandschaft), Thomas Müller (Kreisgeschäftsführer) und Wolfgang Scholz (Kreisobmann) präsentieren die neuen Feldrandschilder.

Sachsenried – Die einen wollen Kulturlandschaft in Ruhe genießen, die anderen prägen sie. Den einen ist sie Freizeit-Tummelplatz, den anderen Arbeitsplatz: Das Miteinander zwischen Bauern und Mitbürgern ist nicht immer frei von Konflikten. Mit 56 sogenannten Feldrandschildern, die jetzt überall im Landkreis stehen, sucht der Bauernverband den Dialog.

„Die Schilder werden wahrgenommen“, sagt Thomas Müller, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands (BBV). Sie stehen an Äckern und dort, wo sich die Wege von Bauern und Nicht-Bauern häufig kreuzen. Denn Inhalte, bei denen mehr Miteinander erstrebenswert sei, ergeben sich viele.

Das sieht auch Kreisobmann Wolfgang Scholz so. Immer wieder treffe er auf unversöhnliche Jogger oder Radler, wenn er mit seinen Maschinen unterwegs ist. „Die sind nun mal sehr groß“, sagt er. Und muss sich dafür – selbst auf eigener Flur – mitunter einiges anhören. „Wir wollen den Dialog“, wünscht er sich unverdrossen und bricht bei dieser Gelegenheit – auch dieses Thema greifen die Schilder auf – eine Lanze für den Mais. „Eine wunderbare Pflanze“, findet er, die durch einen Mangel an Information in der Bevölkerung in Misskredit gerate.

Die Hinterlassenschaften auf seinen Feldern treiben derweil BBV-Kreisvorstandschaftsmitglied Richard Huber um. Neben Hundekot ärgert ihn besonders Müll – vor allem Getränkedosen. Scharfkantige Teile davon landeten im Magen seiner Kühe. Insbesondere achtlos weggeworfene Verpackungen der Marke Red Bull erwiesen sich als heimtückisch. Denn während bei metallenen Fremdkörpern oft Magnete helfen, um diese aus dem Verdauungstrakt der Tiere zu entfernen, funktioniere diese Methode aufgrund der Beschaffenheit dieser Dosen eben nicht. „Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten“, sagt er: „Operation oder Metzger“.

Doch ungeachtet aller unschönen Erfahrungen: „Wir wollen die Konversation pflegen mit denjenigen, die auf unseren Fluren radeln und wandern“, sagt Scholz. Dabei sollen die Feldrandschilder, die im Landkreis fünf verschiedene Motive samt kurzer Erklärungen zeigen, helfen. Das funktioniere, ist Müller überzeugt. Nur einen Kritikpunkt gibt es: Mit der Überschrift „Wir machen Brötchen am Halm“ kann sich Annalena Huber nicht anfreunden. Zu preußisch. „Sie ist halt bairisch erzogen worden“, schmunzelt Vater Richard. 

ras

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