Sprung in den Tod

Altenstadter Fallschirmjäger stirbt bei Landung

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Aus einem Hubschrauber wie diesem, Typ Agusta Bell 212, war der Mann gesprungen.

Altenstadt – Seine Aufgabe war es, österreichische Kameraden auszubilden, doch von einem Einsatz in der Alpenrepublik kehrt ein Fallschirmspringer der Altenstadter Kaserne nicht lebend zurück: Der 34-jährige Hauptfeldwebel krachte am Mittwochvormittag bei einer Landung in den Boden eines Sportplatzes und verstarb noch an Ort und Stelle.

„Er war ein erfahrener Ausbilder mit viel Expertise, der unsere Soldaten angeleitet hat“, sagt Oberst Michael Bauer, Sprecher des Österreichischen Verteidigungsministeriums. Seit dem 6. Juni weilte der Deutsche zusammen mit einem Altenstadter Kameraden beim Jagdkommando in Wiener Neustadt, am Tag des Unglücks war er als Absetzer eingeteilt. „Er koordinierte seine Schüler und sprang als Letzter“, erklärt Bauer. Auf einer Höhe von 1 500 Metern flog der Hubschrauber des Typs Agusta Bell 212, als der Ausbilder gegen 10.05 Uhr die Maschine verließ.

„Der Absprung verlief normal, der Fallschirm hat sich geöffnet“, berichtet ein Bundeswehr-Sprecher. Doch die Landung missglückte, der routinierte Hauptfeldwebel schlug so hart auf, dass er unmittelbar danach an seinen schweren Verletzungen starb.

„Als ein anderer Hubschrauber mit einem Notarzt eintraf, war der Mann bereits tot“, so Bauer. Besonders tragisch: Der Einsatz des Altenstadter Soldaten wäre zwei Tage später beendet gewesen. Die Unglücksursache zu ermitteln, obliegt nun einer Kommission, die die Österreichische Flugsicherheit eingesetzt hat.

Die Altenstadter Fallschirmjäger erfuhren während einer Wassersprungübung am Kochelsee von dem tödlichen Unfall, ein Kameradschaftsabend wurde abgesagt. Die Bestürzung sei groß, so Andreas Rindle, Presseoffizier an der Franz-Josef-Strauß-Kaserne.

ras

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