Bürger fragen, Stadtoberhaupt antwortet

Schongaus Ersatz für die Bürgerversammlung

Radewegekonzept Schongau Peitinger Straße Bürgerdialog
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Mit Fragen zum Radwegekonzept setzte sich Bürgermeister Falk Sluyterman bei seinem ersten Bürgerdialog auseinander. Einen Anfang macht hier 2022 die Peitinger Straße.

Schongau – Weil die Bürgerversammlung im Herbst ausfallen musste, bedient sich Bürgermeister Falk Sluyterman eines anderen Kommunikationskanals: In kurzen Videos nimmt er Stellung zu Fragen aus der Bürgerschaft. Den ersten Clip veröffentlichte die Stadt am Dienstag über ihren Youtube-Channel, weitere sollen folgen.

Er wolle die Videos kurz halten, erklärt Sluyterman vorab. Auf jeweils zwei bis drei Fragen geht er dabei ein, auch die Antworten fallen schlank aus.

Sichtbeziehung zum Lech

Den Lech als stadtbildprägende Größe zurückzugewinnen war ein Auftrag, der sich aus dem ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) ableitete. Denn die Sichtbeziehungen sind zugewuchert. Hier geht es einem Mitglied des Steuerkreises, nicht schnell genug, speziell an Lech­uferstraße und Lechhöhenweg.

Eine Umsetzung brauche Zeit, warb Sluyterman um Geduld. An der Lechuferstraße gehören die entsprechenden Flächen dem Freistaat, an Lechhöhenweg und Hangkante einer Firma. „Da haben wir als Stadt nicht die Möglichkeit, einfach Bäume zu fällen.“ Noch dazu, so der Bürgermeister, stehen Bereiche an der Lechuferstraße unter einem naturschutzrechtlich hohen Schutz.

Überhaupt sei das ISEK ein Leitbild für die nächsten „zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre“. Zu einem zumindest kleineren Schritt habe ihn die Frage aber veranlasst, so das Stadtoberhaupt: Die Anfrage beim Wasserwirtschafts­amt, ob ein Zurückschneiden der Vegetation in einzelnen Bereichen am Lechuferweg möglich ist, laufe.

Radwegekonzept

Das kürzlich vom Stadtrat beschlossene Radwegekonzept und sein Gedeihen hatte die zweite Frage, die Sluyterman aufgriff, zum Thema. Dabei stellte er nochmals das grobe Procedere heraus: Jährlich 50.000 Euro für kleinere Arbeiten sind im Haushalt vorgesehen; von der Haushaltslage des jeweiligen Jahres hängen dann größere Maßnahmen ab. Eine solche erfolge aber auf jeden Fall schon 2022 entlang der Peitinger Straße. Insgesamt gehe es beim Radwegekonzept um ein „sukzessives Instandsetzen“ und einen schrittweisen Ausbau.

Keine Landesgartenschau

Dazu, wieso der Stadtrat von der Bewerbung für die kleine Landesgartenschau Bayern im Zeitraum 2028 und 2030 absah, wollte ein Fragesteller mehr wissen. Sluyterman verwies auch hier auf die Einnahmensituation der Stadt, die solche Anstrengungen derzeit nicht zulasse. Noch dazu sei unklar, ob sich eine solche Veranstaltung finanziell trägt. Die seit 2013 angestrengten Konzepte seien damit aber kein Fall für die Tonne: „Sie fließen in die Attraktivierung des Bahnhofs- und des Stadtmauerumfelds ein“.

Rasso Schorer

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