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E-Autos: Fragen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Schongau

E-Auto
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Immer mehr Anträge auf Ladesäulen für E-Autos im eigenen Vorgarten gehen derzeit bei der Stadt Schongau ein.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Schongau – Immer mehr Anträge zu Ladesäulen für Elektro-Autos gehen bei der Stadt Schongau ein. Wie künftig mit diesen umgegangen werden soll, damit setzte sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag auseinander. 

Der im Rahmen des Klimaschutzes geplante Ausbau der Elektromobilität auf kommunaler Ebene setzt parallel einen Ausbau der Ladeinfrastruktur voraus. Davon sind vor allem auch kommunale Satzungen, zum Beispiel Stellplatz- oder Garagensatzungen betroffen, so Stadtbaumeister Sebastian Dietrich in der Bauausschusssitzung. „Uns erreichen vermehrt Anträge, insbesondere auch für den Vorgartenbereich“, so Dietrich.

Das Laden am Wohnort stellt dabei die wichtigste Möglichkeit dar. Je nach Verfügbarkeit eines Stellplatzes und einer privaten Wallbox wird hierbei zwischen Heimladen und Anwohnerladen unterschieden, erklärte der Stadtbaumeister. Das Heimladen findet an der eigenen Wallbox auf einem privaten Stellplatz bzw. in der heimischen Garage statt. Anwohner in Mehrfamilienhäusern ohne die Möglichkeit einer privaten Ladelösung, sind auf Park- und Ladeorte im (halb-)öffentlichen Straßenraum angewiesen, sodass hier vom Anwohnerladen gesprochen wird.

„Die Lademöglichkeit am Wohnort ist für die Mehrheit der Nutzer der wichtigste Ladeort“, so der Stadtbaumeister. Dies erkläre sich aus dem Mobilitätsverhalten, da der Wohnort das häufigste Wegeziel und der Ladeort bekannt ist und hier der Pkw am längsten steht. Das Heimladen sei darüber hinaus eine günstige Lademöglichkeit – insbesondere in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage – mit einer Verfügbarkeitsgarantie und damit einer maximalen Planbarkeit.

Problem Versiegelung

Doch wie will die Stadt Schongau auf all diese neuen Anforderungen reagieren? Den Anträgen auf Ladesäulen in privaten Vorgärten steht nämlich der Schutz dieser sowie der Wille, den Versiegelungsgrad möglichst gering zu halten, gegenüber. „Wir würden versuchen, im Rahmen einer Satzung eine Ladeinfrastruktur mit minimaler Versiegelung zu ermöglichen“, machte Dietrich deutlich.

Die Verwaltung wird daher im Zuge dessen Lösungsansätze für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie Konzepte innerhalb der Stellplatzsatzung erarbeiten. Dem gab der Bauausschuss seine einstimmige Zustimmung.

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