Begrüßungsgeschenk

Babys erste Post

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Auch Celina Knauer (auf dem Arm von Mama Nicole) kam in den Genuss des Begrüßungspaketes von Michael Asam. Ehrenamtliche wie Tina Kurz (rechts) überbringen die Pakete, Christine Reithmann (links) vom SKF führt die Beratung der jungen Mütter durch.

Peiting – Natürlich bekommt nicht jeder neue Peitinger Bürger eine Latz geschenkt. Aber jeder neugeborene. Eine Aktion, die Bürgermeister Asam vor anderthalb Jahren ins Leben gerufen hat und im Sozialdienst katholischer Frauen einen Mitstreiter fand. Nun wurde im Rathaus Bilanz gezogen.

Celina Knauer ist mittlerweile vier Monate alt. Aber gleich nachdem sie mit ihrer Mama Nicole aus dem Krankenhaus nach Hause kam, hatte die junge Peitingerin schon Post. Vielmehr einen Besucher, der Post vom Bürgermeister dabei hatte. Und in dem sie von Michael Asam ganz herzlich in der Gemeinde begrüßt wurde. Eine nützliche Idee, so Nicole Knauer, die schon zwei Kinder hat und trotzdem noch Neues erfahren habe, wie sie beim Gespräch im Rathaus erzählt. 

Die Idee dazu hatte Asam schon Anfang 2012, damals entwickelte sich die Geburtenrate in Peiting dramatisch. Kinderfreundlich wollte man sein, doch die Zahlen waren damals ein Negativrekord. Weshalb Asam auf die Idee mit dem Begrüßungspaket kam und im Sozialdienst katholischer Frauen Unterstützung fand. Von der Zentralstelle der Diözese München in Garmisch Partenkirchen aus betreut Christine Reithmann mit ihren ehrenamtlichen Mitstreiterinnen auch Peiting, wo sie jeweils donnerstags einen Sprechtag für werdende und junge Mütter sowie Familien abhält. 

Ist die Mama mit dem Nachwuchs wieder zu Hause, unterschreibt Asam ein Begrüßungs-schreiben, das zusammen mit dem Latz in die Tasche der SKF kommt. Darin sind weitere Unterlagen mit allen wichtigen Daten, Beratungsstellen und den „frühen Hilfen“. Dabei erhalten alle Peitinger Mütter dieses Willkommenspaket, egal welcher Konfession oder Glaubensrichtung sie angehören. So konnte Reithmann im vergangenen Jahr allein knapp 400 Kontakte in ihrer Beratungsstelle verzeichnen, eine Steigerung von knapp 50 Prozent. 

Mit dem Begrüßungsgeschenk wolle man aber auch die Bekanntheit steigern, Insbesondere, da mit einer Schwanger-schaftsberatung auch finanzielle Anreize verbunden sind. Wer sich während dieser Zeit beraten lasse, so Reithmann, bekomme für drei Jahre Gelder aus der Landesstiftung für Mutter und Kind. Im Übrigen sucht auch Christine Reithmann „Nachwuchs“. Soll heißen, ehrenamtliche Kräfte wie Dana Schröter Heidrich oder Tina Kurz, die die Begrüßungspakete austragen helfen und sich im Projekt „Frühe Hilfen“ engagieren möchten. Erreichen kann man die Sozialpädagogin telefonisch unter tel. 08861/96672-0 oder per Mail an schwangerschaftsberatung@skf-garmisch.de.

Oliver Sommer

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